Dortmund die Nummer eins im "Pott" - 3:2 gegen Schalke

Der BVB gewann das Revier-Derby gegen Schalke mit 3:2. Foto: Bernd Thissen
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Der BVB gewann das Revier-Derby gegen Schalke mit 3:2. Foto: Bernd Thissen
Hitzige Atmophäre: Hier geraten Dortmunds Henrich Mchitaryan und Schalkes Dennis Aogo (r) aneinander. Foto: Bernd Thissen
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Hitzige Atmophäre: Hier geraten Dortmunds Henrich Mchitaryan und Schalkes Dennis Aogo (r) aneinander. Foto: Bernd Thissen
Dortmunds Shinji Kagawa (l) erzielte das 1:0 - mit dem Kopf. Foto: Bernd Thissen
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Dortmunds Shinji Kagawa (l) erzielte das 1:0 - mit dem Kopf. Foto: Bernd Thissen
Klaas-Jan Huntelaar (M) verwandelte einen Sané-Pass zum 1:1-Ausgleich. Foto: Guido Kirchner
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Klaas-Jan Huntelaar (M) verwandelte einen Sané-Pass zum 1:1-Ausgleich. Foto: Guido Kirchner
Matthias Ginter (M) bringt den BVB mit dem Kopf erneut in Front. Foto: Guido Kirchner
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Matthias Ginter (M) bringt den BVB mit dem Kopf erneut in Front. Foto: Guido Kirchner
BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang (M) feierte seinen Treffer zum 3:1 mit einem altbekannten Jubel. Foto: Bernd Thissen
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BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang (M) feierte seinen Treffer zum 3:1 mit einem altbekannten Jubel. Foto: Bernd Thissen
Schalkes Klaas-Jan Huntelaar lupft den Ball zum 3:2-Anschlusstreffer ins Tor. Foto: Bernd Thissen
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Schalkes Klaas-Jan Huntelaar lupft den Ball zum 3:2-Anschlusstreffer ins Tor. Foto: Bernd Thissen

Nach klarer Führung macht es der BVB gegen Schalke noch einmal spannend, am Ende reicht es dennoch zum Dreier im brisanten Derby. Zwei Huntelaar-Tore reichen den Knappen nicht für Punkte. "Sehr enttäuscht" ist Schalke-Jungstar Leroy Sané.

Dortmund (dpa) - Wie kleine Kinder und völlig losgelassen hüpften freudetrunkene BVB-Spieler vor der schwarzgelben Wand. Dort zelebrierten die Dortmunder Fans das dramatische und hochklassige 3:2 (2:1) gegen den Reviernachbarn Schalke 04 wie den Gewinn einer deutschen Fußball-Meisterschaft.

"Die Nummer eins im Pott sind wir", skandierten die euphorisierten Borussia-Anhänger unter den 79 956 Zuschauern im ausverkauften westfälischen Fußball-Tempel.

Klare Nummer eins im Revier, aber auch die klare Nummer zwei in der Weltmeisterliga mit fünf Zählern Rückstand hinter den Bayern - da sah sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc schnell genötigt, ein deutliches "Nein" auf die Frage von sich zu geben, ob er denn noch auf einen spannenden Titelkampf hoffe: "In Spanien, Italien oder England wären wir mit 29 Punkten Tabellenführer; aber da spielt halt Bayern München nicht."

Den BVB-Profis war's einerlei. Sie ließen sich von ihren Fans hochleben und feierten auch in der Kabine lautstark weiter. Anlässe dazu gab es gleich im Dreierpack nach den Kopfballtreffern von Shinji Kagawa in der 30. und Matthias Ginter in der 43. Minute. Und als Pierre-Emerick Aubameyang mit seinem 14. Ligatreffer 2015/16 nachlegte (47.), war der BVB-Jubel noch größer.

Dass der Gabuner in Erinnerung an das 3:0 vom 28. Februar gegen die Schalker sein Trikot hochzog, ein Batman-Unterziehleibchen mit dem Aufdruck "Do you remember" präsentierte und dafür Gelb sah, nahm BVB-Trainer Thomas Tuchel gelassen und drückte "heute ein Auge zu" trotz der nicht abgesprochenen Aktion: "Schwamm drüber." Tuchel wollte nach seiner persönlichen Premiere im 147. Revierderby keine Spaßbremse sein.

Aubameyang widmete seinen Treffer dem verletzt fehlenden Marco Reus, mit dem er zusammen im Februar in Batman- und Robin-Maske aufgetreten war. Die textile Reminiszenz sei ohne ausdrückliche Erlaubnis mit Tuchel erfolgt, bekannte auch "Auba" im TV-Sender Sky nach seinem 22. Pflichtspieltor dieser Saison. Der Vorsprung auf die Schalker beträgt nun schon neun Zähler.

Die Stimmungslage bei den Königsblauen war dementsprechend. Mit hängenden Köpfen schlichen sie Richtung S04-Block, aus dem es trotz der Niederlage jede Menge Anerkennung und aufmunternden Applaus gab. "Wir sind sehr enttäuscht. Wir hätten auf jeden Fall einen Punkt verdient", kommentierte Jungstar Leroy Sané das Resultat. Torjäger Klaas-Jan Huntelaar traf zum 1:1 (33.) und 2:3 (71.) - doch es reichte nicht.

Es hätte mehr sein können, wenn der eingewechselte Pierre Emile Højbjerg zehn Minuten vor Schluss nicht nur den Pfosten getroffen hätte. "Wir haben uns nicht abschlachten lassen wie viele andere", bemerkte Schalke-Coach André Breitenreiter, für den es gleichfalls eine Derby-Erstauflage zwischen BVB und S04 war. "Wir haben alles versucht, die Mannschaft hat von der ersten Minute an gebrannt", sagte der Trainer. Doppel-Torschütze Huntelaar hielt es für "schade, dass man aus so einem guten Spiel nichts mitnimmt. Wir haben alles gemacht, das hat man gesehen."

Für die "Knappen" wird es nun schwer nach nur einem Erfolg aus acht Pflichtbegegnungen. Die Breitenreiter-Auswahl muss sich neu konzentrieren ob der bevorstehenden Liga-Aufgaben gegen die Bayern am 21. November und dem Auftritt bei Champions-League-Starter Bayer Leverkusen acht Tage später. Sané hat ein einfaches Rezept: "Wir müssen das Derby jetzt schnell abhaken, gehen in die Länderspielpause und greifen dann wieder an."

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