Meisterchance nach Unentschieden verspielt

Borussia Dortmund: Jetzt zählt nur noch Liverpool

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Für den BVB zählt jetzt nur noch die Europa League.

Gelsenkirchen/Dortmund - Der letzten vergebenen Meisterchance trauerte Borussia Dortmund nur kurz nach. Die volle Konzentration gilt schon dem Rückspiel in der Europa League beim FC Liverpool mit Ex-Trainer Jürgen Klopp.

Update vom 14. April 2016: Das Hinspiel im Signal Iduna Park hat Borussia Dortmund gegen den FC Liverpool mit 0:1 verloren. Heute treten die Borussen zum Rückspiel im Anfield an. Dem BVB droht das Aus in der Europa League. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das Spiel FC Liverpool gegen Borussia Dortmund live im TV und Live-Stream sehen können.

Als die wohl letzte Meisterchance verspielt war, nahm Borussia Dortmund das nächste Ziel ins Visier. „Mit dem Ergebnis kommen wir am Donnerstag weiter“, sagte Nuri Sahin nach dem 2:2 (0:0) im 170. Revierderby beim Erzrivalen Schalke 04 mit Blick auf das Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League (Hinspiel: 1:1) beim FC Liverpool. 

Noch keine Gratulation nach München

An die ohnehin geringe Chance, Tabellenführer Bayern München auf dem Weg zur vierten deutschen Meisterschaft in Folge noch stoppen zu können, hatte beim BVB schon vor den Punktverlusten auf Schalke kaum noch jemand geglaubt. Bei sieben Zählern Rückstand ist fünf Spieltage vor Saisonende nun auch die letzte Hoffnung dahin. „Wenn man keine Punkte abgibt, kann man nicht eingeholt werden. Das ist Mathematik“, sagte Sportdirektor Michael Zorc, der aber noch keine Meistergrüße an die Isar schicken wollte: „Am 29. Spieltag gibt es noch nichts zu gratulieren.“ 

Den Vorwurf, die Meisterschaft mit der Aufstellung einer B-Elf abgeschenkt zu haben, wollten sich die Dortmunder nicht machen lassen. „Ich weiß, dass es sehr viele Wechsel waren. Aber mit jeder Videoanalyse hat sich das besser angefühlt, dass wir nach 60 Minuten gut nachwechseln können“, sagte Trainer Thomas Tuchel: „Im 48. Pflichtspiel laufen wir auf eine Belastungsgrenze zu.“ 

In diesem Punkt kann dem BVB-Coach niemand widersprechen. Tuchel machte mit seiner Aufstellung aber deutlich, dass die Priorität der Schwarz-Gelben in diesen Wochen auf der Europa League liegt. So war das zweite Rendezvous mit Ex-Trainer Jürgen Klopp nach dem Abpfiff auch direkt in den Köpfen der Spieler und Verantwortlichen. „Liverpool hat seine besten Spiele gegen Top-Klubs in dieser Saison gemacht. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. Wir müssen eine bessere Leistung bringen als im Hinspiel“, sagte Zorc. 

Zweimalige Führung reicht nicht - Gündogan zurück

Und eine bessere Leistung als im Derby. Trotz zweimaliger Führung durch Shinji Kagawa (49.) und Matthias Ginter (56.) reichte es nicht zum Sieg, da die Dortmunder Defensive in der zweiten Halbzeit nach der Auswechslung von Kapitän Mats Hummels die Ordnung verlor und durch Leroy Sane (51.) und Klaas-Jan Huntelaar (66. /Foulelfmeter) zweimal den Ausgleich hinnehmen musste. „Wir haben nicht das abgerufen, was wir können“, sagte Ginter. Sahin beklagte die mangelnde Konstanz im Dortmunder Spiel: „Es gab immer wieder Phasen, wo es sich nicht gut angefühlt hat.“ 

Mit Blick auf Donnerstag (21.05 Uhr/Sky und Sport1) gab es aber auch positive Dinge. Nationalspieler Ilkay Gündogan feierte nach fünfwöchiger Verletzungspause ein Kurz-Comeback. „Darüber habe ich mich sehr gefreut“, sagte Tuchel, dessen Mannschaft auch im 18. Spiel des Jahres (14 Siege) ungeschlagen blieb.

sid

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