Rückspiel gegen Tottenham Hotspur

Europa League: BVB kann sich nur selbst schlagen

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Borussia Dortmund hat gegen Tottenham alles in der eigenen Hand.

London - Bloß kein Leichtsinn: Nach dem beruhigenden 3:0 im Hinspiel warnen die Spieler von Borussia Dortmund vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Europa League bei Tottenham Hotspur vor zu großer Überheblichkeit.

Thomas Tuchel und seine Spieler warnen mantraartig vor Leichtsinn und Überheblichkeit, doch selbst Gegner Tottenham Hotspur glaubt nicht an das Wunder von der White Hart Lane. „Sie spielen normal in der Champions League, nicht in der Europa League. Wir werden unser Bestes geben. Es wird aber verdammt schwer“, sagte Tottenham-Teammanager Mauricio Pochettino vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Borussia Dortmund am Donnerstag (21.05 Uhr/Sport1 und Sky).

Nach der Galavorstellung im Hinspiel reiste der BVB mit einem beruhigen 3:0-Vorsprung im Gepäck am Mittwoch nach London. Angesichts von elf Siegen in 13 Pflichtspielen in diesem Jahr (zwei Unentschieden) ist das Selbstvertrauen beim Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga gewaltig.

Angst vor der hitzigen Atmosphäre im engen Stadion an der White Hart Lane hat daher niemand - im Gegenteil. „Wir freuen uns auf das Stadion, und wir spielen aufs erste Tor“, sagte Weltmeister Erik Durm. Zu sicher fühlen sich die Dortmunder aber nicht. „Insgesamt ist es eine sehr gute Ausgangslage. Aber wir sind noch nicht durch. Tottenham wird sich im Rückspiel anders präsentieren“, warnt Sportdirektor Michael Zorc.

Statistik spricht für Dortmund

Im Hinspiel schonte Pochettino für den Titelkampf in der englischen Premier League einige Stammkräfte. Ob er diese angesichts des 0:3 im Rückspiel aufbietet, darf zumindest bezweifelt werden. Der BVB ist aber auf alles vorbereitet. „Wir müssen hellwach sein. Uns wird ein anderer Gegner gegenüberstehen“, sagte Linksverteidiger Marcel Schmelzer. Trainer Tuchel, der auf Ilkay Gündogan und Sven Bender verzichten muss, pflichtete ihm bei: „Wir müssen aufpassen.“

Die Statistik spricht für die Westfalen. Zum 18. Mal legten die Borussen in einem Europacup-Hinspiel einen Heimsieg vor. Nur 1987 reichte es gegen den FC Brügge (3:0, 0:5 n.V.) nicht zum Weiterkommen.

Trotz aller Warnungen soll das Achtelfinale nur Durchgangsstation auf dem Weg zum großen Ziel sein: Das Endspiel am 18. Mai in Basel. Der achtmalige deutsche Meister könnte als fünfte Mannschaft nach Bayern München, dem FC Chelsea, Juventus Turin und Ajax Amsterdam auch den letzten fehlenden Europapokal in seinen Trophäenschrank stellen. „Es ist aber noch ein ultralanger Weg“, sagte Nationalspieler Marco Reus, der zuletzt stark ansteigende Form bewies und im Hinspiel mit zwei Toren zum Spurs-Schreck avancierte.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Tottenham: Lloris - Trippier, Alderweireld, Wimmer, Rose - Mason, Dembele - Lamela, Eriksen, Son - Kane. - Teammanager: Pochettino

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer - Weigl - Kagawa, Castro - Mchitarjan, Reus - Aubameyang. - Trainer: Tuchel

Schiedsrichter: Nicola Rizzoli (Italien)

sid

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