Saison bisher eine Enttäuschung

Ferrari baut um: Technikchef verlässt Scuderia

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Ferrari-Technikchef James Allison verlässt die Scuderia nach einer enttäuschenden ersten Saisonhälfte.

Maranello - Lange hat Ferrari die Gerüchte dementiert, jetzt geht Technikchef James Allison doch. Die Enttäuschungen der ersten Saisonhälfte in der Formel 1 beschleunigten den vorzeitigen Abschied des Briten.

Sebastian Vettel muss seine Aufholjagd auf die Formel-1-Spitze mitten in der Saison mit einem neuen Technikchef bei Ferrari angehen. Nach der enttäuschenden ersten Jahreshälfte ohne Grand-Prix-Sieg trennte sich die Scuderia kurz vor dem Großen Preis von Deutschland in Hockenheim vom bisherigen Chassis-Direktor James Allison. Die Entscheidung sei in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt, teilte der italienische Rennstall am Mittwoch mit. Mattia Binotto werde das Amt des Technik-Direktors vorerst übernehmen.

Allisons Vertag lief eigentlich noch bis Ende 2017. Über den Abschied des Briten nach drei Jahren in Maranello war schon länger spekuliert worden, Ferrari hatte dies jedoch mehrfach energisch dementiert.

Mehrere Gründe sprachen für einen Abschied

Allison soll sich zuletzt mit der Ferrari-Spitze um den zunehmend ungeduldigen Firmen-Boss Sergio Marchionne überworfen haben, nachdem die Kritik an dem von ihm verantworteten Aerodynamik-Bereich zugenommen hatte. Zudem hatte sich Allison nach dem plötzlichen Tod seiner Frau im Frühjahr angeblich mehr Zeit mit seinen Kindern in der Heimat anstatt in der Rennfabrik in Italien gewünscht.

Teamchef Maurizio Arrivabene, der selbst unter Druck steht, wurde in der Mitteilung nur mit einem Satz zitiert. Das Team danke Allison für seine Hingabe und wünsche ihm „Erfolg und Ruhe für seine zukünftigen Projekte“, sagte Arrivabene. Allison dankte seinen Mitarbeitern und wünschte ihnen „eine glückliche Zukunft mit vielen Erfolgen“.

Ferrari: Schwächen im Bereich der Aerodynamik

Derzeit allerdings fährt Ferrari erneut Branchenführer Mercedes hinterher und muss sich zudem den Angriffen des wieder erstarkten Red-Bull-Teams erwehren. In den ersten elf Saisonrennen blieben Vettel und Stallgefährte Kimi Räikkönen ohne Sieg. Zwar hat Ferrari sich bei der Motorleistung Mercedes deutlich angenähert, schwächelt nun aber offenbar im Bereich der Aerodynamik. Diese Probleme führten nun wohl zum Aus für Allison.

dpa

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