Chanty-Mansijsk

Biathlon: Dahlmeier und Preuß auf zwei und drei

+
Laura Dahlmeier.

Chanty-Mansijsk - Die Staffelweltmeisterinnen Laura Dahlmeier (Partenkirchen) und Franziska Preuß (Haag) sind beim Biathlon-Weltcup im russischen Chanty-Mansijsk in der Verfolgung aufs Podest gestürmt und haben die Plätze zwei und drei belegt.

Die Freundinnen Laura Dahlmeier und Franziska Preuß feierten zusammen auf dem Podest, Newcomer Benedikt Doll verblüffte mit Rang zwei erneut die versammelte Weltelite: Die deutschen Biathleten räumen beim Weltcup-Finale im russischen Chanty-Mansijsk weiter fleißig Medaillen ab. Nur die Gesamtweltcup-Führende Darja Domratschewa und der kanadische Debüt-Sieger Nathan Smith verhinderten in den Verfolgungsrennen den totalen Triumph der DSV-Athleten.

„Heute hat alles zusammengepasst, perfekt“, sagte die am Schießstand fehlerfreie Dahlmeier nach Rang zwei in der ARD: „Es war wichtig, dass ich beim letzten Schießen die Spannung halten konnte. Am Schluss habe ich wirklich hart gefightet und es auf den Zielsprint ankommen lassen. Es ist total cool, dass wir zusammen auf dem Podium stehen.“

Zwei Zehntelsekunden hinter Dahlmeier fuhr Preuß nach 10 km über die Linie. „Im Zielsprint habe ich noch nie eine Chance gehabt gegen Laura. Einfach nur Wahnsinn, dass wir zusammen da oben stehen“, sagte Preuß, die sich darüber freute, dass „ich zum ersten Mal im Wettkampf viermal null geschossen habe“.

Nicht zu schlagen war dagegen Domratschewa, die trotz einer Strafrunde ihren neunten Saisonsieg feierte. Der geriet eigentlich nur in Gefahr, als sie im zweiten Schießen zunächst stehend anlegte und nur durch das Gebrüll der Zuschauer merkte, dass ein Liegendanschlag auf dem Programm stand. Mit einem Lächeln legte sich Domratschewa auf die Matte.

Der Finnin Kaisa Mäkäräinen reichte Rang vier, um sich mit einem Punkt Vorsprung auf Domratschewa die kleine Kristallkugel für den Verfolgungs-Weltcup zu sichern. Im Gesamtweltcup hat die Weißrussin allerdings jetzt bereits 32 Punkte Vorsprung.

Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/2 Schießfehler) landete auf Rang elf, Luise Kummer (Frankenhain/2) belegte Platz 15. Vanessa Hinz (Schliersee/3) wurde 19., Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld/2) 36., Miriam Gössner (Garmisch/6) 39. und Annika Knoll (Titisee-Neustadt/5) 51.

Benedikt Doll hatte zuvor nach seinem dritten Platz im Sprint mit Rang zwei in der Verfolgung für den nächsten Paukenschlag gesorgt. Der 24-Jährige musste nach zwei Schießfehlern in dem 12,5 km langen Rennen nur dem Kanadier Smith geschlagen geben, der nach WM-Silber in Kontiolahti den größten Erfolg seiner Karriere feierte.

„Ich bin selber etwas verwundert. Ich habe am Schießstand ein super Ding gemacht, fühle mich körperlich gut“, sagte Doll, und Bundestrainer Mark Kirchner ergänzte: „Es hat sich im Saisonverlauf angedeutet, dass er gute Fortschritte gemacht hat.“

Derweil schrieb der Franzose Martin Fourcade Biathlon-Geschichte und sicherte sich mit Platz vier als Erster zum vierten Mal in Folge den Gesamtweltcup. Zudem holte er sich auch die kleine Kristallkugel in der Verfolgung. Im Schlusssprint musste sich Fourcade allerdings dem Russen Anton Schipulin geschlagen geben.

„Wir sind ihm ein Stück auf die Pelle gerückt, und unser Ziel ist es, ihn irgendwann zu packen“, sagte Kirchner mit Blick auf Dominator Fourcade.

Das gute deutsche Mannschaftsergebnis rundeten Daniel Böhm (Buntenbock/2) und Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld/3) auf den Plätzen fünf und sechs ab. Florian Graf (Eppenschlag/3) landete auf Rang 18, Erik Lesser (Frankenhain/4) belegte Platz 25, und Johannes Kühn (Reit im Winkl/5) Platz 31. „Der Ski war Bombe, der Lesser nicht“, kommentierte Verfolgungs-Weltmeister Lesser gewohnt trocken sein Ergebnis.

Für den erkälteten Simon Schempp (Uhingen), der im Sprint Rang 16 belegt hatte, ist die Saison dagegen vorzeitig beendet. Er verpasste damit auch die Chance, im Gesamtweltcup noch auf Rang drei zu springen.

Zum Abschluss der Saison stehen am Sonntag noch die Massenstarts (10.00/12.05 Uhr) auf dem Programm.

sid

Kommentare

Meistgelesen

Sammer über Rücktritt: „Wusste schnell, was ich nicht mehr will“
Sammer über Rücktritt: „Wusste schnell, was ich nicht mehr will“
Ticker zum Nachlesen: DHB-Team siegt souverän gegen Chile
Ticker zum Nachlesen: DHB-Team siegt souverän gegen Chile
Ex-Schumi-Manager: Heftige Kritik an Familie des Weltmeisters
Ex-Schumi-Manager: Heftige Kritik an Familie des Weltmeisters
Sammer froh über Trennung - Spitze gegen Hoeneß
Sammer froh über Trennung - Spitze gegen Hoeneß
Werder bestätigt Autounfall von Profi Max Kruse
Werder bestätigt Autounfall von Profi Max Kruse