Nach Eklat beim Treffen

Zentralrat der Muslime will mit AfD im Gespräch bleiben

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Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry (r) und der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, reichten sich zu Beginn des Treffens die Hände. Später wurde das Gespräch abgebrochen.

Berlin - Auch nach dem gescheiterten Treffen des Zentralrates der Muslime mit der Spitze der AfD will Zentralratspräsident Aiman Mazyek mit Teilen der rechtspopulistischen Partei weiter in Kontakt kommen.

"Wir werden mit den Gemäßigten in der AfD weiter reden", sagte Mazyek der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Der Zentralrat habe zu dem am Montag von der AfD abgebrochenen ersten Treffen eingeladen. "Wir bleiben gesprächsbereit."

Der AfD-Co-Vorsitzende Jörg Meuthen bemängelte unterdessen die schlechte Vorbereitung des Gesprächs vom Montag. "Bei einem solchen Treffen sollten die Gesprächsthemen vorher sauber abgestimmt sein", sagte Meuthen der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe). Dies sei offenbar nicht der Fall gewesen, kritisierte Meuthen indirekt seine Co-Vorsitzende Frauke Petry.

"Erste Partei seit Hitler-Deutschland, die Religionsgemeinschaft diskreditiert"

AfD-Vorstandsmitglied Albrecht Glaser sagte dem Blatt, es sei im Vorfeld verabredet worden, das Gespräch abzubrechen, wenn Mazyek sich nicht bereit erkläre, seinen im April geäußerten Vergleich der AfD mit der NSDAP zurücknehmen.

Der ZMD-Vorsitzende hatte dem NDR gesagt: "Es ist das erste Mal seit Hitler-Deutschland, dass es eine Partei gibt, die erneut eine ganze Religionsgemeinschaft diskreditiert und sie existenziell bedroht." Petry sagte, sie habe Mazyek aufgefordert, dies zurückzunehmen, was er jedoch abgelehnt habe.

AFP

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