Zeitung: Facebook gibt Fehler beim Umgang mit rassistischen Inhalten zu

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Justizminister Maas hatte den Umgang von Facebook mit rassistischen Inhalten kritisiert. 

Berlin - Facebook Deutschland hat nach einem Bericht des "Mannheimer Morgen" Fehler bei der Löschung von rassistischen Inhalten eingeräumt. "Es ist bedauerlich, dass gelegentlich Fehler gemacht werden", sagte ein Sprecher der Zeitung.

"Wir wissen, dass dies frustrierend sein kann". Er räumte ein, dass für das Löschen von rassistischen Inhalten nicht die deutschen Mitarbeiter zuständig seien, sondern Teams im Ausland. Diese suchten nicht gezielt nach Einträgen mit fremdenfeindlichem Inhalt.

Im Zusammenhang mit den fremdenfeindlichen Angriffen auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte hatte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) das Online-Netzwerk aufgefordert, die Verbreitung von Hassbotschaften durch Nutzer zu stoppen. Auf seine Einladung zum Gespräch reagierte das Unternehmen positiv. An einem Austausch mit Maas darüber, was Gesellschaft, Unternehmen und Politik gemeinsam gegen die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland tun könnten, sei Facebook sehr interessiert, teilte das Online-Netzwerk mit.

Anschlag auf Wohnung von Asylbewerber-Familie

Unbekannte haben unterdessen einen Brandanschlag auf eine Wohnung von Asylbewerbern in Salzhemmendorf bei Hameln verübt. Ein Molotowcocktail sei in der Nacht durch ein Fenster in die Wohnung geworfen worden, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. In einem Nebenraum habe sich eine Mutter mit ihren drei Kindern aufgehalten. Sie seien aber unverletzt geblieben. Nähere Angaben zu den Bewohnern des zweistöckigen Hauses konnte die Polizei am Freitagmorgen nicht machen. Die Behörde geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Sie sucht nun nach einem flüchtigen Fahrzeug, das am Tatort gesehen wurde.

dpa

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