Von Berlin bis Singapur

Weltweite Proteste für Frieden im Gazastreifen

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Bei Ausschreitungen am Place de la Republique in Paris wurden 40 Menschen festgenommen.

Berlin - Weltweit gehen am Samstag Menschen gegen den Krieg im Gazastreifen auf die Straßen. Von Berlin bis nach Singapur fordern die Protestierenden Frieden in den umkämpften Gebieten.

In mehreren deutschen Städten haben am Samstag Hunderte Menschen gegen das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen und für eine andauernde Waffenruhe demonstriert. Die Teilnehmerzahlen waren teilweise deutlich geringer als erwartet. Antisemitische Parolen, wie in vergangenen Tagen, oder andere Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. Kundgebungen gab es unter anderem in München, Frankfurt, Gießen, Hamburg und Kiel.

In Frankfurt rief die Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) die israelische Regierung und die radikal-islamistische Hamas gleichermaßen auf, „die Gewalt unverzüglich zu beenden“. In München erteilten Redner antisemitischen Äußerungen ausdrücklich eine Absage.

So protestiert die Welt gegen Krieg im Gazastreifen

So protestiert die Welt gegen Krieg im Gazastreifen

Trotz eines Demonstrationsverbots haben am Samstag mehrere Hundert Menschen in Paris gegen das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen protestiert. Die Teilnehmer schwenkten palästinensische Flaggen und riefen „Israel raus aus Palästina“ oder „Israel Mörder“, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. Am Rande der Kundgebung kam es zu Ausschreitungen.

Maskierte Randalierer warfen mit Flaschen und anderen Gegenständen auf Geschäfte und Sicherheitskräfte, die Tränengas einsetzten. Rund 40 Teilnehmer sollen in Polizeigewahrsam genommen worden sein. Behörden hatten den Protestmarsch am Freitag aus Sicherheitsgründen verboten, nachdem es am vergangenen Samstag und Sonntag im Pariser Stadtteil Barbès und in der Pariser Vorstadt Sarcelles zu schweren Ausschreitungen gekommen war.

Mehrere Tausend Menschen haben in London gegen Israels Militärschläge in Gaza protestiert. Sie sammelten sich am Samstag vor der palästinensischen Botschaft und zogen zum Parlament. Inzwischen sind im Gaza-Krieg über 1000 Palästinenser ums Leben gekommen, darunter viele Kinder. Die Demonstranten hatten Schilder und Transparente dabei mit Parolen wie „Israel ist ein Terrorstaat“ und „Freiheit für Palästina“. Berichte über antisemitische Übergriffe gab es nicht. Auch in Singapur und Indien demonstrierten die Menschen zu Hunderten ihre Solidarität mit den Palästinensern.

dpa

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