Zwei Boote gekentert

Mindestens 200 Tote bei Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

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Flüchtlinge in einem überfüllten Schlauchboot Anfang Februar im Mittelmeer. Vor Libyen ist es nun erneut zu einer Flüchtlingstragödie gekommen

Tripolis/London - Bei der neuen Flüchtlingstragödie im Mittelmeer sind nach Angaben der libyschen Küstenwache mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Tote seien am Morgen an Land gespült und geborgen worden, hieß es.

Die Angaben bestätigte ein Sprecher der Küstenwache am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Opfern seien auch Kinder. Die Küstenwache versuche, die endgültige Zahl der Toten festzustellen.

Aktivsten hatten zuvor von 65 Leichen in Suwara berichtet. 190 Menschen seien gerettet worden, erklärte das Suwara-Medienzentrum. Eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Libyen sagte der Deutschen Presse-Agentur zunächst, es gebe sehr unterschiedliche Zahlen, die bisher nicht verifiziert werden konnten.

Vor der Küste Libyen waren zuvor zwei Schiffe mit Flüchtlingen gekentert. Der britische Sender BBC berichtete, auf dem einen Boot seien 50 Menschen gewesen, auf dem anderen 400. Mindestens 100 Leichen seien in das Krankenhaus von Suwara im Nordwesten Libyens gebracht worden.

dpa

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