Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen für Homo-Ehe

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Nach dem Votum der Iren für die eheliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren hat auch in Deutschland die Debatte um die Öffnung der Ehe an Fahrt aufgenommen. Foto: Daniel Bockwoldt

Berlin (dpa) - Etwa zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind dafür, dass auch homosexuelle Paare eine Ehe schließen dürfen.

42 Prozent der Befragten gaben in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov an, dass sie eine entsprechende Gesetzesänderung "voll und ganz" befürworten, 23 Prozent waren "eher" dafür. Gut ein Viertel sprach sich in der Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur "eher" oder "ganz und gar" dagegen aus.

Nach dem Votum der Iren für die eheliche Gleichstellung von homosexuellen Paaren hat auch in Deutschland die Debatte um die Öffnung der Ehe an Fahrt aufgenommen. Lesben und Schwulen ist hierzulande bisher keine klassische Eheschließung mit allen Rechten und Pflichten erlaubt. Stattdessen gibt es seit 2001 die eingetragene Lebenspartnerschaft.

Unterschiede zur Ehe gibt es etwa beim Adoptionsrecht. Zwar dürfen Homosexuelle in einer Lebenspartnerschaft auch Adoptivkinder des Partners adoptieren. Nach wie vor gibt es aber keine gleichen Rechte bei der gemeinsamen Adoption eines Kindes. In der Umfrage sprachen sich 33 Prozent "voll und ganz" dafür aus, dass eingetragene homosexuelle Paare genauso wie Eheleute Kinder adoptieren dürfen, 24 Prozent waren "eher" dafür. Insgesamt 35 Prozent lehnten das "eher" oder "voll und ganz" ab. 61 Prozent glauben, das homosexuelle Paare Kinder genauso gut erziehen können wie heterosexuelle Paare.

Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov

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