Übergriffe in Köln

Maas warnt vor "pauschaler Ausländerhetze"

+
Bundesjustizminister Heiko Maas.

Berlin - Nach den Angriffen vom Sonntagabend in Köln hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) vor "pauschaler Hetze gegen Ausländer" gewarnt.

Dafür gebe es "keine Rechtfertigung", erklärte Maas am Montag in Berlin. Wer jetzt im Internet oder auf den Straßen "Hetzjagden gegen Flüchtlinge veranstaltet, scheint auf die Taten von Köln nur gewartet zu haben, sagte Maas mit Blick auf die Vorfälle in der Silvesternacht.

Am Sonntagabend hatte in der Kölner Innenstadt eine Gruppe von rund 20 Menschen sechs Pakistaner angegriffen, wenig später attackierten fünf Täter einen Syrer.

Maas nannte es "schamlos", dass einige Gruppen die Übergriffe aus der Silvesternacht - "so abscheulich die Verbrechen in Köln und anderen Städten auch waren" - für ihre Zwecke instrumentalisierten. "Dem müssen wir weiter gemeinsam sehr entschieden entgegentreten", forderte der SPD-Minister. "Wir dürfen radikalen Brandstiftern nicht das Feld überlassen."

Übergriffe in Köln stacheln Ausländerfeinde an

An Silvester war es in Köln rund um den Hauptbahnhof aus einer großen Menschengruppe heraus zu vielen sexuellen Übergriffen auf Frauen und anderen Straftaten wie Raub- und Diebstahlsdelikte gekommen. Es wurden inzwischen mehrere dutzend Tatverdächtige unter anderem aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum identifiziert.

Die Vorfälle heizen die politische Stimmung in Deutschland seit Tagen enorm an. Am Samstag hatte in Köln die ausländerfeindliche Pegida-Bewegung demonstriert, dabei griffen Demonstranten Polizisten an.´

Lesen Sie auch:

Innenminister Jäger wirft Polizei gravierende Fehler vor

Muslime klagen über "neue Dimension des Hasses"

Rechter Mob in Köln attackiert Ausländer

Regierung diskutiert über Wohnortpflicht für Flüchtlinge

AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Leider erreichen uns zu diesem Thema so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Kommentare, dass eine gewissenhafte und faire Kontrolle nach den Regeln unserer Netiquette nicht mehr möglich ist.

Deshalb gibt es nur unter ausgewählten Beiträgen zu diesem Thema eine Kommentarmöglichkeit.

Sie können sich beispielsweise unter diesem Artikel zu den Übergriffen in Köln äußern.

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Meistgelesen

Islamist beim Verfassungsschutz wollte offenbar Ungläubige bestrafen
Islamist beim Verfassungsschutz wollte offenbar Ungläubige bestrafen
Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Das sagen die Umfragen und Prognosen
Bundespräsidentenwahl 2016 in Österreich: Das sagen die Umfragen und Prognosen
Bis zu 20.000 Euro: Familien sollen Geld für Hausbau erhalten
Bis zu 20.000 Euro: Familien sollen Geld für Hausbau erhalten
Flüchtlings-Satire sorgt für Empörung - Bundespressekonferenz entschuldigt sich
Flüchtlings-Satire sorgt für Empörung - Bundespressekonferenz entschuldigt sich
AfD-Anfragen-Attacke löst Spott im Netz aus
AfD-Anfragen-Attacke löst Spott im Netz aus