"Europa in das Herz getroffen"

Terror in Brüssel: So reagieren die arabischen Medien 

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In Brüssel herrscht nach den Terroranschlägen Trauer und Fassungslosigkeit.

Kairo -  Nach den verheerenden Terroranschlägen von Brüssel haben zahlreiche arabische Medien das Ereignis kommentiert. Eine Auswahl:

"Al-Sharq al-Awsat" (arabische Zeitung mit Hauptsitz in London): "Die Nachrichten hinter den Brüsseler Explosionen sind vielfältig. Erstens haben sie Europa in das Herz ihrer Hauptstadt getroffen, zweitens zeigt es, dass die Festnahme des Pariser Attentäters (Abdelslam) nichtig ist, weil es viele Terroristen gibt, die Schlafen und an einem anderen Tag aufwachen werden."

"Al Arabija" (Nachrichtenkanal, Vereinigte Arabische Emirate): "Molenbeek (...) und andere Ghettos ebenso wie Pariser Vorstädte sind Drehscheiben für raue Elemente, die in Wohnsiedlungen von Menschen mit Migrationshintergrund verschmelzen. Die ethnisch verschiedenen Nachbarschaften sind Stück für Stück zu Drehscheiben abweichender Meinungen geworden. (...) Orte der Armut sind nur Minuten von Stadtzentren gewachsen, in ihnen alternative Netzwerke der sozialen Unterstützung, Hilfe und Leistungen für ihre Bewohner im Gegenzug für künftige, nicht näher bestimmte Dienste."

In unserem Ticker berichten wir über die neuesten Entwicklungen in Brüssel. 

"Al Ahram" (Ägypten, staatlich): "Die Tage haben bewiesen, dass religiöse Gruppen, vom Westen geschützt, vor allem die Muslimbrüder, der intellektuelle Brutkasten aller militanter Gruppen sind. Ihre Präsenz in Europa hat es ihnen erlaubt, junge Menschen in den Radikalismus zu locken und für Terroranschläge zu rekrutieren."

"The Egyptian Gazette" (Ägypten): "Die Täter werden bald festgenommen sein, aber Brüssel und die anderen EU-Mitgliedsstaaten werden ihre hohe Alarmstufe für eine ziemliche lange Zeit aufrecht erhalten und auch die Notwendigkeit spüren, einige harte Maßnahmen gegen Migranten und muslimische Gemeinschaften in ihrer Mitte zu ergreifen. Ebenso wie die Angriffe von Paris viele europäische Staaten entmutigt hat, Flüchtlingen aus Bürgerkriegen wie in Syrien, Irak und Somalia Unterschlupf zu gewähren, könnte der Angriff von Brüssel die europäischen Führer dazu zwingen, eine andere Haltung im anhaltenden Krieg gegen den Terror einzunehmen."

"Al-Hayat" (arabische Zeitung mit Hauptsitz in London): "Das letzte und ultimative Ziel der Organisation (Islamischer Staat) ist es, dass sie zum ersten Mal einen europäischen Flughafen angegriffen hat. Es nährt Fragen über Sicherheitsmängel beim Erkennen von gefälschten Pässen, die von Mitgliedern der des IS - Selbstmordattentäter inbegriffen - benutzt werden."

Explosionen in Brüssel: Eine Stadt steht unter Schock

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dpa

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