Weitere Frau gesteinigt

IS und syrische Armee kämpfen um Gasfeld

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Szene aus dem gleichzeitig wütenden Bürgerkrieg in Syrien: Rebellen der Islamischen Front in Aleppo.

Homs - Um das von der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) eroberte syrische Gasfeld Schaar sind schwere Kämpfe ausgebrochen. Abseits der Scharmützel werden immer neue schwere Menschenrechtsverletzungen bekannt.

Um das von der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) eroberte syrische Gasfeld Schaar sind schwere Kämpfe ausgebrochen. Spezialkräfte der Armee hätten Teile des Geländes im Osten der Stadt Homs wieder eingenommen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Dabei seien mindestens 51 Soldaten und 40 sogenannter Dschihadisten getötet worden. Aktivisten berichteten, die Armee habe die Extremisten auch aus der Luft angegriffen.

IS-Kämpfer hatten das Gasfeld am Freitag erobert. Seit Ausbruch der Kämpfe in Schaar sind dort laut der Beobachtungsstelle mehr als 270 Anhänger des Regimes von Präsident Baschar al-Assad getötet worden. IS-Extremisten hätten viele von ihnen hingerichtet. Das Schicksal von 90 weiteren Menschen sei unklar. Laut der Beobachtungsstelle für Menschenrechte herrscht die Terrorgruppe mittlerweile über mehr als ein Drittel der Fläche Syriens.

Erneute Steinigung von Frau bei Rakka

Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) hat im Nordwesten Syriens innerhalb von 24 Stunden zwei Frauen gesteinigt. Beiden Opfern sei Prostitution vorgeworfen worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit. Demnach steinigten IS-Kämpfer das erste Opfer am Donnerstag nach dem Abendgebet auf einem Markt in der Stadt Al-Tabka. Die Tote sei eine 26 Jahre alte Witwe gewesen.

Die zweite Frau wurde den Menschenrechtlern zufolge einen Tag später in der Nähe eines Sportplatzes in der Stadt Al-Rakka getötet. IS-Kämpfer hätten dafür einen mit Steinen beladenen Wagen an den Ort der Hinrichtung gebracht.

Die Terrorgruppe veröffentlichte im Kurzmitteilungsdienst Twitter Bilder, die eine der beiden Hinrichtungen zeigen sollen. Das Opfer ist nicht zu sehen.

Autobomben-Anschlag auf syrischen Rebellenort

Bei der Explosion einer Autobombe sind in dem von Rebellen kontrollierten syrischen Ort Duma mindestens neun Menschen getötet worden. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte waren unter den Opfern auch Kinder. Aktivisten berichteten von elf Toten und Dutzenden Verletzten. Die Bombe soll vor einem Krankenhaus explodiert sein. Internetvideos zeigen massive Schäden an mehreren Gebäuden und Autos. Ebenfalls am Samstag starben bei einer Anschlagsserie im irakischen Bagdad zwei Dutzend Menschen. Nacheinander waren mehrere Autobomben explodiert.

Duma liegt östlich der Hauptstadt Damaskus. Es ist der dritte Anschlag in dem Ort innerhalb von wenigen Wochen. Aktivsten machen für die Explosionen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) verantwortlich. IS-Kämpfer und Aufständische anderer Milizen bekämpfen sich in vielen Orten Syriens gegenseitig.

dpa

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