Bewegung "nicht islamfeindlich"

AfD sieht "Schnittmengen" mit Pegida

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Die Ko-Vorsitzende der AfD, Frauke Petry.

Berlin - Die Ko-Vorsitzende der AfD, Frauke Petry, sieht nach einem heimlichen Treffen mit der Pegida-Bewegung "inhaltliche Schnittmengen". Eine Zusammenarbeit sei jedoch nicht geplant.

Einigkeit gebe es unter anderem bei der Forderung nach einem modernen Einwanderungsrecht in Deutschland und nach einer Stärkung der Bürgerbeteiligung, sagte Petry, die auch Vorsitzende der AfD-Fraktion im sächsischen Landtag ist, am Donnerstag nach einem Treffen mit Pegida-Organisatoren in Dresden. Petry betonte zugleich, es sei bei dem knapp zweistündigen Treffen am Mittwochabend nicht um eine künftige Zusammenarbeit gegangen. Der AfD wolle herausfinden, welche Themen Pegida bewegten.

Die Spitze der Pegida-Bewegung in Dresden, der sich zuletzt am Montag rund 18.000 Menschen angeschlossen hatten, hatte bislang Gesprächsangebote weitgehend abgelehnt. Das ursprünglich im Landtag geplante Treffen, an dem sieben Pegida-Vertreter und zahlreiche AfD-Abgeordnete teilnahmen, musste wegen einer Gegenveranstaltung der Linksfraktion kurzfristig an einen anderen Ort verlegt werden.

Petry betonte mit Blick auf das Treffen, die AfD verfolge "keine strategischen Interessen" und arbeite "als Partei auf anderer Ebene". Innerhalb der AfD gibt es allerdings keine Einigkeit über den Umgang mit Pegida. Während sich Petry und auch Parteichef Bernd Lucke bislang eher zurückhaltend äußerten, sieht Brandenburgs AfD-Fraktionschef Alexander Gauland Pegida als "natürlichen Verbündeten" seiner Partei.

Petry nahm Pegida zugleich gegen den Vorwurf der Islamfeindlichkeit in Schutz. "Es ist nicht gerechtfertigt, von einer islamfeindlichen Strömung zu sprechen", sagte sie. Es müsse deutlich differenziert werden zwischen Islamismus und der Religion Islam. Auf die Frage, ob sich Pegida durch den blutigen Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" in Paris in ihren Forderungen bestätigt fühlen würde, sagte Petry: "Es ist eine Unterstellung zu behaupten, das Pegida daraus politisches Kapital schlagen würde."

Als Reaktion auf die seit Oktober andauernden Pegida-Demonstration haben Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (beide CDU) für Samstag zu einer Kundgebung "für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog" in der sächsischen Landeshauptstadt aufgerufen. Der Aufruf wird von anderen Parteien und Initiativen unterstützt.

afp

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