Sonderprogramm

Schwesig: „Bufdis“ zur Betreuung von Flüchtlingen

Berlin - Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig will den Bundesfreiwilligendienst stärker in die Arbeit mit Asylbewerbern einbinden.

„Ohne das Engagement der Freiwilligen werden wir die Aufgabe der Flüchtlingshilfe nicht stemmen können“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). „Ich möchte den Bundesfreiwilligendienst für diese Aufgabe mit einem Sonderprogramm aufstocken und freue mich über die Unterstützung des Koalitionspartners.“ Zuvor hatte bereits Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gefordert, die Zahl der „Bufdis“ zu erhöhen, um Flüchtlinge besser betreuen zu können.

Die Zeitungen berufen sich auf Pläne der Unionsfraktion, wonach ab 2016 der Bund einen Sonderetat von 8,6 Millionen Euro jährlich bereitstellen soll. Von dem Geld könnten mindestens 2000 neue Plätze für jüngere oder ältere Menschen geschaffen werden, die dann in Flüchtlingsunterkünften oder in Organisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz bei der Arbeit mit Asylbewerbern freiwillig helfen. Das Projekt werde von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) unterstützt und solle bereits in das Paket, das Ende September auf dem Flüchtlingsgipfel von Bund und Ländern geschnürt wird, mit aufgenommen werden.

Seit dem Ende des Zivildienstes bietet der Bundesfreiwilligendienst Männern und Frauen die Möglichkeit, sich im sozialen Bereich zu engagieren. Der BFD hatte bei der Zahl der „Bufdis“ zuletzt ein deutliches Minus verzeichnen müssen. Nach Angaben des Familienministeriums traten im vergangenen Jahr 37 881 Freiwillige einen BFD-Dienst an. 2013 waren es noch mehr als 50 000 Menschen gewesen.

dpa

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