Weltwirtschaftsforum (WEF)

Schäuble: Milliarden für Flüchtlingsversorgung nahe Syrien nötig

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Davos - Zur Versorgung von Kriegsflüchtlingen in Syriens Nachbarländern müsste erheblich mehr Geld zur Verfügung gestellt werden. Das fordert Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Donnerstag in Davos. 

Für eine effektive Eindämmung der Massenflucht nach Europa müsste nach den Worten des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) erheblich mehr Geld zur Versorgung von Kriegsflüchtlingen in Syriens Nachbarländern bereitgestellt werden. Dies werde Europa zwar etliche Milliarden mehr als bisher kosten, aber es sei dringend nötig, sagte Schäuble am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos.

Die Krisen und Konflikte in Afrika und im Nahen Osten seien auch ein europäisches Problem, sagte Schäuble in einer Debatte zur „Zukunft Europas“ mit den Regierungschefs von Frankreich, Griechenland un den Niederlanden. „Was dort schiefgeht, landet nicht in den USA oder in Australien, es landet in Europa.“

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Der Streit in der EU über Verteilungsmechanismen für Flüchtlinge habe sich als furchtlos erwiesen. Deshalb plädiere er für eine „Koalition der Willigen“ - wer Geld geben könne zur Versorgung von Flüchtlingen in deren Region, der solle dies tun. Deutschland habe dafür derzeit mehr finanziellen Spielraum. „Ich werbe in meinem Land dafür, dass wir alles, was wir an Spielraum haben, mit anderen Europäern zusammen in die Region investieren“, sagte der Minister.

dpa

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