EU und Russland

Dialog über Gaslieferungen soll weitergehen

Moskau/Brüssel - Der russische Präsident Putin und EU-Kommissionspräsident Barroso wollen beim Thema Gaslieferungen weiter im Gespräch bleiben. Bei einem Telefonat der beiden Politiker ging es um die Sicherstellung der Gaslieferung.

In einem Telefonat am späten Montag hätten beide betont, dass es wichtig sei, über die russischen Gaslieferungen nach Europa weiter einen Dialog zu führen, teilte der Kreml in Moskau mit. Dieser solle "ununterbrochene Lieferungen" von russischem Gas über ukrainisches Territorium sicherstellen.

Russland hatte Mitte Juni seine Gaslieferungen an die Ukraine eingestellt. Vorausgegangen war eine Weigerung Kiews, höhere Preise zu akzeptieren. Der Streit könnte auch Folgen für die Gaslieferungen nach Europa haben, weil ein Großteil der Energie über die Ukraine geleitet wird.

Die EU versucht in dem Konflikt zu vermitteln, bislang aber ohne Erfolg. Einen Terminvorschlag der EU-Kommission für Gespräche über die Wiederaufnahme der Gaslieferungen an die Ukraine am kommenden Samstag wies Moskau zuletzt zurück.

Russland beäugt auch kritisch das Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der EU. Dieses soll am Dienstag vom Europaparlament und dem ukrainischen Parlament ratifiziert werden. Auf Ende 2015 verschoben wird allerdings der Teil der Vereinbarung zum Freihandel.

AFP

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