Angespannte Sicherheitslage

Wegen rechter Gefahr: Rostock stoppt geplante Asylunterkunft

+
Die Plattenbau-Stadtbezirke im Norden von Rostock Groß Klein (vorn), Schmarl (Mitte) sowie Evershagen und Lichtenhagen (hinten).

Rostock - Nach fremdenfeindlichen Protesten hat die Stadt Rostock die geplante Einrichtung einer Unterkunft für Flüchtlingsfamilien im Stadtteil Groß Klein gestoppt.

Grund sei die angespannte Sicherheitslage in der Plattenbau-Siedlung, begründete Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) die Entscheidung. In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Proteste gegen Flüchtlinge und Zwischenfälle gegeben.

Der Entscheidung liege eine Gefahrenbewertung der Rostocker Polizei zugrunde, die von der Einrichtung von Asylunterkünften in dem Stadtteil abgeraten habe, hieß es. Das Rostocker Bürgerschaftsmitglied Torsten Sohn (Grüne) wertete die Entscheidung als fatales Signal. Pöbeleien und rassistische Gewalttaten gegen Geflüchtete hätten somit Erfolg.

Bereits im Juli war eine Unterkunft mit Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach rechten Protesten teilweise geräumt worden. Die Jugendlichen wurden auf andere Einrichtungen verteilt.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Merkel erfreut über Van-Der-Bellen-Sieg: „Ansatz ist richtig“
Merkel erfreut über Van-Der-Bellen-Sieg: „Ansatz ist richtig“
Merkel stellt sich gegen Parteitagsbeschluss zum Doppelpass
Merkel stellt sich gegen Parteitagsbeschluss zum Doppelpass
Flüchtlings-Satire sorgt für Empörung - Bundespressekonferenz entschuldigt sich
Flüchtlings-Satire sorgt für Empörung - Bundespressekonferenz entschuldigt sich
Clinton-Gerüchte verbreitet - Trump entlässt Flynn-Sohn
Clinton-Gerüchte verbreitet - Trump entlässt Flynn-Sohn
Nur jeder Vierte hält Deutschland für gerecht
Nur jeder Vierte hält Deutschland für gerecht