Sarkozys UMP gewinnt erste Runde der Départementswahlen klar

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Die konservative Partei UMP des früheren Präsidenten kommt auf 29 bis 32 Prozent. Foto: Olivier Hoslet

Paris (dpa) - Der Sieger der ersten Runde der französischen Départementswahlen heißt Nicolas Sarkozy, die großen Verlierer sind die das Land regierenden Sozialisten von Präsident François Hollande.

Schlechter als nach den Umfragen erwartet, aber als zweitstärkste Kraft schneidet nach Hochrechnungen die rechtsextreme Front National (FN) von Marine Le Pen ab. Die Abstimmung in den Landkreisen galt als Stimmungstest für die Präsidentenwahl 2017.

Die konservative UMP-Partei des früheren Staatsoberhaupts Sarkozy hat nach den Hochrechnungen die erste Runde der französischen Départementswahlen überraschend klar gewonnen. Sie kommt auf 29 bis 32 Prozent. Sarkozy wird der Ehrgeiz nachgesagt, bei der Staatspräsidentenwahl wieder antreten zu wollen. Eine erneute schwere Schlappe wie schon bei Wahlen im vergangenen Jahr erlitt die Sozialistische Partei (PS).

Die Front National kommt bei der Abstimmung in den Landkreisen auf etwa 25 Prozent, ergaben die Hochrechnungen der Institute. Knapp 25 Prozent hatte die FN bereits bei den Europa-Wahlen im vergangenen Jahr erreicht. Parteichefin Marine Le Pen sprach von einem Erfolg, weil dieses Resultat noch übertroffen worden sei. Sie forderte den sozialistischen Regierungschef Manuel Valls zum Rücktritt auf.

Wahlinstitute sahen die Sozialisten bei nur 20 Prozent oder ein paar Prozent darüber. Das gesamte linke Spektrum hat dabei insgesamt nicht schlecht abgeschnitten, ist aber völlig zerstritten. Valls freute sich dennoch vor allem darüber, "dass die extreme Rechte nicht die erste politische Formation in Frankreich ist". Jetzt hänge alles von der Stichwahl am kommenden Sonntag ab. Umfragen hatten die FN zeitweise als stärkste Partei bei den Départementswahlen gesehen.

"Die Franzosen wollen eine klare Veränderung, beginnend mit den Départements", sagte Sarkozy und feierte den Schlag gegen die Sozialisten. In seiner Partei hieß es, dies sei eine historische Niederlage für die Sozialisten und ein "persönliches Scheitern" von Valls, der sich im Wahlkampf stark engagiert hatte.

Die nationale Politik beobachtete die Abstimmung zwei Jahre vor der Wahl des Staatspräsidenten mit größter Aufmerksamkeit. In Frankreich gibt es 101 solcher Kreise, wobei in Paris und Lyon sowie teils in Übersee nicht gewählt wurde.

Gerade die linken Wähler hatten den Umfragen zufolge sehr wenig Lust auf einen Gang in die Wahllokale gehabt, zumal die Zukunft der Landkreise in Frankreich wegen geplanter Strukturreformen ungewiss ist. Die FN-Anhänger dagegen schienen mobilisiert, die Partei hatte bei vergleichbaren Wahlen vor vier Jahren noch 15 Prozent der Stimmen erhalten.

Gerechnet worden war mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen der rechtsextremen FN und der konservativen UMP. Es ist absehbar, dass die Linke Dutzende ihrer bisher 61 verwalteten Départements verliert. Die Sozialisten dürften dazu aufrufen, in der Stichwahl aussichtsreiche konservative Kandidaten zu wählen, um einen eventuellen Erfolg der Front National zu verhindern.

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