Ist das die Lösung?

Grüne: Flüchtlinge privat unterbringen - gegen Prämie

Berlin - Es wird immer schwieriger Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge in Deutschland zu finden. Ein Grünen-Politiker hat jetzt einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht.

Dieter Janecek regt eine staatliche Prämie für Privatleute an, die bei sich zu Hause Flüchtlinge beherbergen. „Finanzielle Anreize für die private Aufnahme von Flüchtlingen wären wünschenswert. Dies würde insbesondere überforderte Kommunen schnell und wirksam entlasten“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion der „Huffington Post“. „20 Euro am Tag schweben mir vor - für maximal drei Monate.“

Wenn Flüchtlinge darüber hinaus in einer Privatunterkunft bleiben, sollte der Staat nach seinen Vorstellungen 100 Euro im Monat an die Vermieter zahlen sowie „Risiken bei der Wohnungsvermietung beziehungsweise -abgabe“ übernehmen.

Die innenpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Ulla Jelpke, findet die Idee überlegenswert. „Es verdient Anerkennung, wenn Menschen ihre Solidarität mit den Flüchtlingen zeigen und bereit sind, diese bei sich aufzunehmen. Grundsätzlich wäre ein finanzieller Ausgleich oder eine finanzielle Entlastung durch den Staat hier durchaus angemessen“, sagte sie der Zeitung. Allerdings bestehe „immer eine gewisse Missbrauchsgefahr“, wenn staatliche Pflichten gegen Bezahlung abgegeben werden.

dpa

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