Franziskus in Südkorea

Papst trifft Überlebende des "Sewol"-Fährunglücks

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Papst Franziskus.

Seoul - Papst Franziskus hat Freitag eine Messe mit 45.000 Gläubigen in Südkorea gefeiert. Vor dem Gottesdienst empfing er Überlebende und Angehörige von Opfern des schweren Fährunglücks, bei dem im April 300 Menschen ums Leben kamen.

 Diese überreichten ihm Briefe, in denen eine umfassende und transparente Untersuchung der Tragödie gefordert wird. "Ich bin Protestant, aber ich glaube, dass der Papstbesuch hilft, die Wunden des 'Sewol'-Unglücks zu heilen", sagte einer der Angehörigen, Kim Hyeong-Ki.

Franziskus war am Donnerstag zu einem fünftägigen Besuch in Südkorea eingetroffen. Überschattet wurde seine Ankunft von nordkoreanischen Raketentests. Der Papst will seine Visite auch dazu nutzen, um für eine Versöhnung zwischen Nord- und Südkorea zu werben.

Für das Oberhaupt der katholischen Kirche ist es die erste Asienreise überhaupt. Offizieller Anlass sind die Jugendtage der asiatischen Katholiken. Am Samstag will Papst Franziskus 124 südkoreanische Katholiken ihnen seligsprechen, die im 18. und 19. Jahrhundert wegen ihres Glaubens getötet wurden. Bis zu eine Million Besucher werden zu der Freiluftmesse in Seoul erwartet.

afp

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