Blutige Anschläge in Tunesien, Kuwait und Frankreich

Bei einem Anschlag in einem Gaswerk bei Lyon sind ein Mensch getötet und mehrere Personen verletzt worden. Foto: PHOTOPQR/LE DAUPHINE/Vincent WALES/MAXPPP
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Bei einem Anschlag in einem Gaswerk bei Lyon sind ein Mensch getötet und mehrere Personen verletzt worden. Foto: PHOTOPQR/LE DAUPHINE/Vincent WALES/MAXPPP
Polizisten und Journalisten am Ort des Verbrechens in Saint-Quentin-Fallavier nahe Lyon. Foto: Maxime Jegat
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Polizisten und Journalisten am Ort des Verbrechens in Saint-Quentin-Fallavier nahe Lyon. Foto: Maxime Jegat
Vor der Gasfabrik in Saint-Quentin-Fallavier tragen Polizisten Islamistenflaggen weg. Foto: Stringer/dpa
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Vor der Gasfabrik in Saint-Quentin-Fallavier tragen Polizisten Islamistenflaggen weg. Foto: Stringer/dpa
François Hollande bei seiner Ankunft im Elysee Palast in Paris. Frankreichs Präsident brach seine Teilnahme am EU-Gipfel in Brüssel ab. Foto: Etienne Laurent
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François Hollande bei seiner Ankunft im Elysee Palast in Paris. Frankreichs Präsident brach seine Teilnahme am EU-Gipfel in Brüssel ab. Foto: Etienne Laurent
Sicherheitskräfte und Gläubige stehen außerhalb der Moschee in Kuwait City. Foto: Raed Qutena
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Sicherheitskräfte und Gläubige stehen außerhalb der Moschee in Kuwait City. Foto: Raed Qutena
Entsetzen bei Gläubigen außerhalb der Moschee in Kuwait City. Foto: Raed Qutena
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Entsetzen bei Gläubigen außerhalb der Moschee in Kuwait City. Foto: Raed Qutena

Drei schlimme Anschläge innerhalb von wenigen Stunden: In Tunesien, Kuwait und Frankreich sterben mindestens 41 Menschen. Möglicherweise sind auch Deutsche unter den Opfern. Alles deutet auf einen islamistischen Hintergrund hin.

Tunis (dpa) - Bei einer Reihe von Anschlägen in Tunesien, Frankreich und Kuwait sind am Freitag mindestens 41 Menschen getötet worden.

Das schlimmste Attentat ereignete sich in Sousse an der tunesischen Mittelmeerküste, wo nach Angaben der Behörden bei einem Angriff von bewaffneten Tätern auf ein Touristenhotel mindestens 27 Menschen starben. Der tunesische Radiosender Mosaique FM meldete, unter den Toten seien Deutsche und Briten. Das Auswärtige Amt in Berlin bemühte sich um Aufklärung.

Bei einer Explosion in der Nähe einer schiitischen Moschee in Kuwait gab es mindestens 13 Tote. In Frankreich wurde nach einem Überfall auf eine Gasefabrik bei Lyon die Leiche eines enthaupteten Mannes entdeckt.

Ob es einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Anschlägen gibt, ist noch nicht klar. In allen Fällen gab es aber Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund. Am Dienstag nächster Woche wird es ein Jahr her sein, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) das Kalifat ausgerufen hat.

Die Gruppe bekannte sich zu dem Anschlag in Kuwait. Der Sprecher der Terrorgruppe, Abu Mohammed al-Adnani, hatte Unterstützer und Sympathisanten dazu aufgerufen, während des Fastenmonats Ramadan Attentate auf "Feinde" des Islams zu verüben.

Bei dem Angriff auf das Touristenhotel im tunesischen Badeort Sousse stiegen die Opferzahlen innerhalb von kurzer Zeit. Die staatliche Nachrichtenagentur Tap berichtete am Nachmittag unter Berufung auf das Innenministerium von mindestens 27 Toten. Angeblich wurden die Gebäude von bewaffneten "Terroristen" überfallen. Dabei habe es auch Schusswechsel mit Sicherheitskräften gegeben.

In Tunesien hatte es in der Vergangenheit schon mehrfach Anschläge auf Touristen gegeben.

Knapp ein halbes Jahr nach den Mordanschlägen von Paris wurde Frankreich erneut von einem islamistischen Attentat erschüttert. Nach dem Überfall auf die Gasfabrik gab es einen Toten und mindestens zwei Verletzte. Die Polizei nahm einen 35-jährigen Mann fest, der Kontakt zur radikalislamischen Szene haben soll. Später stellte sie einen weiteren Tatverdächtigen.

Frankreichs Präsident François Hollande brach wegen des Anschlags seine Teilnahme am EU-Gipfel in Brüssel ab. Auf dem Körper des enthaupteten Manns wurden arabische Schriftzeichen entdeckt. Sein Kopf steckte auf einem Zaun, der die Gasefabrik umgibt. In der Nähe waren nach Angaben von Augenzeugen zwei schwarze Islamistenflaggen zu sehen.

In Kuwait ereignete sich der Anschlag nach Angaben der offiziellen Nachrichtenagentur Kuna während des Freitagsgebets. Es gab mindestens 25 Verletzte. Weitere Einzelheiten und Hintergründe sind noch nicht bekannt.

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