"Purer Hohn"

Lucke-Partei Alfa: Rekers Verhaltensvorschläge unverschämt

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Alfa-Generalsekretärin Ulrike Trebesius neben dem Vorsitzenden der Partei, Bernd Lucke. 

Berlin  - Die Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) hat der Kölner Oberbürgermeisterin und den Bundestagsparteien vorgeworfen, sie wollten die massenhaften Übergriffe auf Frauen in Köln kleinreden.

Alfa-Generalsekretärin Ulrike Trebesius sagte: "Ich empfinde es als eine Unverschämtheit und puren Hohn, wenn die Kölner Oberbürgermeisterin Frauen empfiehlt, eine Armlänge Abstand zu halten und im Übrigen auch im Karneval ihr eigenes Verhalten anzupassen."

"Die dürren und anteilnahmslosen Worte der Bundeskanzlerin machen mich als Frau fassungslos und wütend zugleich", fügte sie hinzu. Wenn öffentlich-rechtliche Medien und Politiker versuchten, Probleme zu bagatellisieren, "dann knallen bei den Rechtspopulisten von AfD und Pegida die Korken".

Lucke, Trebesius und weitere Mitglieder der Alternative für Deutschland hatten im Sommer einen "Rechtsruck" der AfD konstatiert und deshalb eine eigene Partei gegründet.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte auf die Frage, wie sich Frauen gegen Übergriffe schützen könnten, unter anderem gesagt, es gebe "immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft". Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte ihre Empörung über die Übergriffe auf Frauen bekundet und sich für eine "harte Antwort des Rechtsstaats" ausgesprochen.

dpa

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