Lawrow: Ex-Sowjetrepubliken sind souveräne Staaten

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Sergej Lawrow: Moskau respektiert die Rechte souveräner Staaten - allerdings sollten die "berechtigten Interessen Russlands und anderer Länder" berücksichtigt werden. Foto: Soeren Stache

Moskau (dpa) - Vor dem EU-Gipfel der Östlichen Partnerschaft in Riga am Donnerstag hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow Vorwürfe zurückgewiesen, Moskau blockiere die freie Entfaltung ehemaliger Sowjetrepubliken.

"Wir haben kein Monopol auf das Geschehen in dieser Region", sagte Lawrow nach Angaben der Agentur Ria Nowosti bei einer Rede im Föderationsrat in Moskau. Russland respektiere die Rechte der ehemaligen Sowjetrepubliken, die heute souveräne Staaten seien.

"Das Streben unserer Nachbarn nach besseren Beziehungen mit der Europäischen Union betrachten wir keinesfalls als Tragödie", meinte Lawrow. Allerdings könne sich ein solches Verhältnis nur dann positiv entwickeln, wenn auch die "berechtigten Interessen Russlands und anderer Länder" berücksichtigt würden, betonte der Chefdiplomat.

Lawrow hatte die EU am Dienstag mit Nachdruck davor gewarnt, mit ihrer Ost-Partnerschaft Russlands Interessen zu schaden. Zu dem Programm gehören die Ukraine, Weißrussland, Moldau, Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Vertreter dieser Staaten treffen am Donnerstag und Freitag in der lettischen Hauptstadt Riga mit Spitzen der EU-Länder zusammen. Zentrales Thema dürfte die Ukrainekrise sein.

EU-Gipfel in Riga

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