Regierung beschließt Einsatz der Bundeswehr im Norden Malis

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Die Regierung will ins westafrikanische Mali bis zu 650 Soldaten schicken. Sie sollen den Kampf gegen islamistische Terroristen in Afrika und im Nahen Osten unterstützen. Foto: Oliver Lang/Archiv

Berlin (dpa) - Die Bundeswehr soll noch stärker für den Kampf gegen islamistische Terrorgruppen eingesetzt werden. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch die Entsendung von 550 zusätzlichen Soldaten ins westafrikanische Mali und in den Irak.

Im Norden Malis soll sich die Bundeswehr dann mit bis zu 650 Soldaten an der UN-Friedenstruppe Minusma beteiligen. Die deutschen Soldaten sollen unter anderem mit Aufklärungskräften zur Umsetzung eines Friedensabkommens beitragen. Der Einsatz ist gefährlich. Seit Beginn der Mission 2013 sind 72 Blauhelmsoldaten getötet worden. Bisher sind nur wenige deutsche UN-Soldaten in der Hauptstadt Bamako stationiert. Weitere Bundeswehr-Soldaten bilden im relativ sicheren Süden im Rahmen einer EU-Mission die malischen Streitkräfte aus.

Beim Irak-Einsatz soll die Mandatsobergrenze soll nach dem Willen der Regierung von 100 auf 150 Soldaten steigen. Die Bundeswehr bildet in der Stadt Erbil kurdische Soldaten aus, die gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kämpfen. Die Peschmerga-Einheiten sollen dafür auch weiterhin Waffen aus Deutschland erhalten.

Der Bundestag wird voraussichtlich noch im Januar über die Einsätze entscheiden.

Bundeswehreinsatz im Irak

Bisheriger Beitrag der Bundeswehr zu MINUSMA

UN-Friedensmission MINUSMA

EUTM Mali

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