Täter reisen offenbar als Asylbewerber ein

"Georgische Mafia" auf Raubzügen: BDK-Chef schlägt Alarm 

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Berlin - "Deutschland ist für Einbrecher ein Paradies", sagt André Schulz vom Bund der Kriminalbeamten. Gruppen aus Südosteuropa gingen gezielt auf Raubzug. Häufig reisten die Täter als Asylbewerber ein.

Für den Bund der Kriminalbeamten (BDK) liegt die Einbruchskriminalität in Deutschland im wesentlichen in der Hand weniger großer Banden. Der BDK-Vorsitzende André Schulz (45) sagte der „Bild“-Zeitung: Für einen Großteil der Einbrüche in Deutschland seien hochmobile, reisende Tätergruppen verantwortlich. Professionelle Banden aus Südosteuropa gingen dabei regelrecht auf Raubzug in Deutschland, nähmen sich ganze Landstriche und Städte auf einmal vor.

Täter reisen als Asylbewerber ein

In vielen Fällen stecke „die georgische Mafia“ dahinter. Diese spreche in Georgien gezielt Verbrecher an und schicke sie nach Deutschland. "Hier beantragen sie – ohne Aussicht auf Erfolg – Asyl und brechen in den acht bis zwölf Monaten, in denen sie im Asylverfahren stecken, regelmäßig ein", wird BDK-Chef Schulz zitiert.

Eine erhebliche Anzahl von Straftaten geht laut BDK-Chef Schulz aber auch auf Täter aus dem Westbalkan und den Maghreb-Staaten zurück.

"Wir sind ein reiches Land. Das weckt Begehrlichkeiten"

Schulz sagte dem Blatt: „Deutschland ist für Einbrecher ein Paradies. Wir sind ein reiches Land inmitten eines grenzenlosen Europas. Das weckt Begehrlichkeiten bei Einbrecherbanden aus dem Ausland.“

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist einem Bericht zufolge auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren gestiegen. Im zurückliegenden Jahr seien 167 136 Fälle erfasst worden, berichtete „Die Welt“ unter Berufung auf die neue Kriminalstatistik, die voraussichtlich im Mai offiziell vorgestellt wird. Im Vergleich zum Jahr 2014 sei das ein Plus von fast zehn Prozent.

mm/dpa

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