Vorsichtiges Lob aus Brüssel für griechische Reformliste

Eine EU-Fahne mit dem Euro-Zeichen vor dem Parlament in Athen. Foto: Fotis Plegas G.
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Eine EU-Fahne mit dem Euro-Zeichen vor dem Parlament in Athen. Foto: Fotis Plegas G.
Blick in das griechische Parlament in Athen. Etwa in der Mitte: Ministerpräsident Tsipras. Foto: Pantelis Saitas
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Blick in das griechische Parlament in Athen. Etwa in der Mitte: Ministerpräsident Tsipras. Foto: Pantelis Saitas
Ältere Männer diskutieren in einem Cafe in Athen. Foto: Orestis Panagiotou
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Ältere Männer diskutieren in einem Cafe in Athen. Foto: Orestis Panagiotou
Athener Bürger lesen Zeitungen an einem Kiosk. Foto: Orestis Panagiotou
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Athener Bürger lesen Zeitungen an einem Kiosk. Foto: Orestis Panagiotou
Pro-Euro-Demonstration in Athen. Ob die Vorschläge für ein drittes Hilfspaket ausreichen, müssen jetzt die Kreditgeber beurteilen. Foto: Alexandros Vlachos
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Pro-Euro-Demonstration in Athen. Ob die Vorschläge für ein drittes Hilfspaket ausreichen, müssen jetzt die Kreditgeber beurteilen. Foto: Alexandros Vlachos
Athener Bürger erledigen Einkäufe in einem Supermarkt in der Innenstadt. Foto: Orestis Panagiotou
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Athener Bürger erledigen Einkäufe in einem Supermarkt in der Innenstadt. Foto: Orestis Panagiotou
Der griechische Finanzminster Tsakalotos und sein Vorgänger Varoufakis im Parlament in Athen. Foto: Alexandros Vlachos
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Der griechische Finanzminster Tsakalotos und sein Vorgänger Varoufakis im Parlament in Athen. Foto: Alexandros Vlachos
Pro-europäische Demonstration vor dem griechischen Parlament in Athen. Foto: Alexandros Vlachos
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Pro-europäische Demonstration vor dem griechischen Parlament in Athen. Foto: Alexandros Vlachos
In der Athener Innenstadt bittet ein Mann um Almosen. Foto: Orestis Panagiotou
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In der Athener Innenstadt bittet ein Mann um Almosen. Foto: Orestis Panagiotou

Die Geldgeber haben die neuen Reformvorschläge aus Athen geprüft, ein erstes Urteil aus Brüssel fällt positiv aus. Schwierige Verhandlungen erwarten sie trotzdem. Alle Blicke richten sich nun auf die Sondertreffen von Eurogruppe und EU am Wochenende.

Brüssel/Athen (dpa) - Die neue griechische Spar- und Reformliste kann nach einer ersten Einschätzung aus Brüssel ein "guter Ausgangspunkt" für Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm für Athen sein.

Es seien aber noch lange und schwierige Debatten zu erwarten, verlautete am Abend aus Kreisen der Geldgeber. Frankreichs Präsident François Hollande bezeichnete die Vorschläge als "seriös und glaubwürdig". Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann betonte, es gebe die Chance auf eine Einigung. Die deutsche Regierung gab dagegen noch keine inhaltliche Bewertung ab. An den Märkten herrschte angesichts einer möglichen Einigung Zuversicht.

Der Finanzausschuss der griechischen Volksvertretung billigte die Spar- und Reformliste der Regierung am Abend.

Das hoch verschuldete Euroland steht kurz vor der Staatspleite. Seit knapp zwei Wochen sind die Banken geschlossen. Am Samstag sollen die Finanzminister der Eurozone darüber entscheiden, ob die Maßnahmen ausreichen, um neue Verhandlungen zu beginnen.

Die griechische Regierung hatte das 13-seitige Papier kurz vor Abgabeschluss am späten Donnerstagabend der EU übermittelt. Es sieht die Abschaffung von Steuervergünstigungen für den Tourismussektor und die Inseln und die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre vor. Die Militärausgaben sollen gesenkt, Staatsunternehmen privatisiert und Steuerbetrug stärker verfolgt werden.

Viele der Vorschläge basierten auf früheren Papieren, die für eine Verlängerung des nunmehr ausgelaufenen zweiten Hilfsprogramms um einige Monate gedacht waren, hieß es aus Brüssel. Nun gehe es um eine drittes Hilfsprogramm, das über drei Jahre laufen solle. Das sei ein erheblicher Unterschied. Die Frage der Schulden und einer möglichen Schuldenumstrukturierung stünden weniger im Vordergrund. Die Laufzeiten der europäischen Hilfskredite seien bereits erheblich gestreckt worden. Rück- und Zinszahlungen begönnen erst nach 2020.

Nach Ansicht der litauischen Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite sind die Vorschläge unzureichend. Sie basierten auf veralteten Informationen und müssten "ernsthaft angepasst" werden, sagte sie nach Angaben der Agentur BNS in Vilnius. "Wir akzeptieren die eingereichten Dokumente als Griechenlands politischen Wunsch, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren."

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sprach am Freitagnachmittag in einer Telefonkonferenz mit IWF-Chefin Christine Lagarde, EZB-Präsident Mario Draghi und Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem über die Vorschläge aus Athen. Über den Inhalt des Gespräches wurde nichts bekannt. Der IWF wollte die neuen Reform- und Sparvorschläge nicht kommentieren. Lagarde wird nach Angaben eines Sprechers an dem Sondertreffen der Eurogruppe am Samstag in Brüssel teilnehmen.

Nach der notwendigen Zustimmung der Finanzminister der Eurozone kommen am Sonntag die Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Mitgliedstaaten zu einem Sondergipfel zusammen. Mehrere Parlamente der Eurozone - darunter der Deutsche Bundestag - müssten ihre Zustimmung zu dem Paket geben.

In vielen Punkten entspricht das Athener Schreiben den letzten Forderungen der Gläubiger. Die blockierten Milliardenhilfen für Athen aus dem am 30. Juni ausgelaufenen zweiten Hilfspakt wurden damals nicht freigegeben, weil Athen die Verhandlungen abgebrochen hatte. 

ESM-Antrag

Mitteilung der Kommission mit Textdokument, 28.6.

Dossier des ESM zu Griechenland

Vorschlagsliste

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