Ehemalige First Lady greift an

Hillary Clinton steigt ein ins Rennen ums Weiße Haus

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Hillary Clinton im Sommer 2007 während einer Wahlkampfveranstaltung in New York. Foto: Justin Lane

Washington - Die ehemalige First Lady und Außenministerin der USA, Hillary Clinton, will noch heute ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2016 bekanntgeben. Es ist ihr zweiter Anlauf, 2008 scheiterte Clinton im Vorwahlkampf an Barack Obama.

Nach Angaben aus ihrer Umgebung will die 67-Jährige ihren Schritt via soziale Medien publik machen, vermutlich gegen 18 Uhr MESZ. In den kommenden Tagen will Clinton dann in die Bundesstaaten Iowa und New Hampshire reisen, die frühzeitig Vorwahlen abhalten.

Obama selbst äußerte sich überzeugt davon, dass Clinton eine ausgezeichnete Präsidentin wäre. "Sie war eine beeindruckende Kandidatin 2008. Sie war eine große Stütze bei der Präsidentschaftswahl. Sie war eine hervorragende Außenministerin. Ich bin sicher, sie würde eine grandiose Präsidentin abgeben", sagte Obama am Samstag (Ortszeit) nach Abschluss des Amerika-Gipfels in Panama-Stadt vor Journalisten.

Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) begrüßte die zu erwartende Bewerbung der Ex-First Lady und wünschte ihr viel Erfolg. "Hillary Clinton war Außenministerin und hat sich nicht nur als verlässliche Partnerin Europas und Freundin Deutschlands profiliert, sondern auch in den Krisen der Welt - von Afghanistan bis Nahost - Fingerspitzengefühl bewiesen", sagte Steinmeier in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung (Montagausgabe).

Im Gegensatz zu ihrem ersten Versuch muss Clinton diesmal kaum befürchten, dass sie bereits bei der parteiinternen Kandidatenkür gestoppt wird: Bisher ist keine ernsthafte Konkurrenz in den eigenen demokratischen Reihen in Sicht. Vizepräsident Joe Biden denkt zwar über eine Kandidatur nach, aber laut derzeitigen Umfragen hätte er praktisch keine Chance, Clinton auszubooten.

Bei den Republikanern haben bereits die Senatoren Ted Cruz und Rand Paul - beide Lieblinge der Tea-Party-Bewegung - ihre Kandidatur erklärt. An diesem Montag will auch Marco Rubio, Senator aus Florida, in den Ring steigen. Zu den weiteren wahrscheinlichen Bewerbern gehört Exgouverneur Jeb Bush, Sohn und Bruder ehemaliger Präsidenten.

Experten zufolge muss Hillary Clinton die Wähler zu überzeugen versuchen, dass sie frische politische Ansätze zu bieten hat und bürgernah ist. In einer am Freitag veröffentlichten aktualisierten Einführung zu ihrem Buch "Hard Choices" über ihre Zeit als Außenministerin gab sie einen Hinweis darauf, dass sie Chancengleichheit für alle Amerikaner zu einem zentralen Wahlkampfpunkt machen und dabei ihren Status als frischgebackene Großmutter nutzen will.

"Ich bin mehr überzeugt denn je, dass unsere Zukunft im 21. Jahrhundert von unserer Fähigkeit abhängt sicherzustellen, dass jedes Kind, geboren in den Bergen der Appalachen oder im Mississippi-Delta oder im Rio-Grande-Tal mit der gleichen Chance auf Erfolg aufwächst wie Charlotte", schrieb Clinton mit Bezug auf ihre kleine Enkeltochter.

Biografie US-Kongress

Huffington Post zum Clinton-Buch

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