Bundespräsident meint vor allem einen Mann

Gauck sorgt sich wegen Stärke von populistischen Parteien

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Bundespräsident Joachim Gauck.

Berlin - Bundespräsident Joachim Gauck hat sich besorgt über das Erstarken populistischer Strömungen in westlichen Demokratien geäußert.

"Das, was ich derzeit mit Blick in die USA sehe, erfüllt mich mit Sorgen", sagte Gauck der "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe). In den USA erhält der umstrittene Rechtspopulist Donald Trump derzeit wachsende Zustimmung für seine Präsidentschaftskandidatur.

Auch in Deutschland gehe "die eine oder andere Angstwelle" durch das Land, die von populistischen Bewegungen aufgenommen werde, sagte Gauck. Er habe sich gewünscht, dass Deutschland "von reaktionären oder völkischen Anwandlungen verschont geblieben wäre". Die Demokratie sehe er aber stark verwurzelt: Die Populisten "werden sich die Zähne ausbeißen an der deutschen Demokratie. Sie werden nicht gewinnen."

Verglichen mit anderen Teilen Europas und der Welt seien der Rechtsstaat und die Demokratie in Deutschland gut verankert. Nach wie vor sehe er in Deutschland keine antidemokratischen Mehrheiten, sagte Gauck. Allerdings müssten sich die Parteien "in manchen Bereichen neu aufstellen" und "noch intensiver kommunizieren".

dpa

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