Volles Verfahren

US-Soldat Bergdahl muss wegen Fahnenflucht vor Gericht

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US-Soldat Bowe Bergdahl droht lebenslange Haft.

Washington - Der auf umstrittene Weise in die Hände der Taliban geratene US-Soldat Bowe Bergdahl muss sich in den USA einem vollen Militärgerichtsverfahren stellen.

Das sagte Bergdahls Anwalt Eugene Fidell am Montag. Seine Hoffnung, für seinen Mandanten ein Verfahren vor einem Gericht für minderschwere Fälle zu erwirken, ist damit fehlgeschlagen. Bergdahl, dem Fahnenflucht und unpassender Umgang mit dem Feind vorgeworfen werden, droht im schlimmsten Falls lebenslange Haft.

Bergdahl, von Präsidentschaftskandidat Donald Trump als „Verräter“ betitelt, hatte sich 2009 von seiner Einheit in Afghanistan entfernt und war dann von den Taliban aufgegriffen worden. Nach fünf Jahren in den Händen der Aufständischen wurde er gegen fünf Guantanamo- Häftlinge ausgetauscht. Dieser Akt der Regierung von US-Präsident Barack Obama war vor allem bei den Republikanern höchst umstritten.

Sein Fall wird gegenwärtig in der neuen Staffel der Podcast-Serie „Serial“ behandelt. In der ersten Folge hatte Bergdahl erklärt, er habe keine Fahnenflucht begangen, vielmehr wollte er zeigen, dass er ein echter Kerl sei und sich auf eigene Faust durchs Feindesland schlagen könne.

Lesen Sie hier: Kathryn Bigelow will Bergdahls Geschichte verfilmen

dpa

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