US-Milliardär will Präsident werden

Trump darf sich bei "Saturday Night Live" inszenieren

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Donald Trump moderierte am Samstag die US-Abendshow Saturday Night Live.

New York - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat am Samstag in einem umstrittenen Auftritt die Fernsehshow "Saturday Night Live" moderiert.

Der von zwei Doppelgängern eingerahmte Trump erklärte zu Beginn in einem fünfminütigen Monolog, viele hielten ihn für eine zweifelhafte Figur. In Wirklichkeit sei er aber ein "netter Typ".

Die Moderation des Immobilien-Tycoons wurde später von dem Zwischenruf "Sie sind ein Rassist!" unterbrochen. Trump reagierte darauf mit der Bemerkung: "Wer zum Teufel ist das? Oh, ich wusste, dass das passieren würde." Es stellte sich heraus, dass der Zwischenruf vom Komiker Larry David stammte - und vorbereitet war. Er habe gehört, dass er 5000 Dollar bekomme, wenn er diesen Satz rufe, scherzte David.

Tatsächlich hatten Aktivisten der lateinamerikanischen Minderheit jedem eine Belohnung von 5000 Dollar versprochen, dem es gelingen sollte, Trump während der Show als Rassisten zu bezeichnen. Das Publikum bestand allerdings mehrheitlich aus Trump-Fans.

Trump hatte Mexikaner am Anfang seiner Präsidentschaftsbewerbung als "Vergewaltiger" beschimpft und erklärt, Mexiko schicke "Vergewaltiger und andere Kriminelle" in die USA. Damit begründete er seine Forderung, die Grenze zwischen beiden Staaten mit einer Mauer abzuriegeln. Unter anderem deswegen hatten Hispanics während einer Demonstration am Freitag in Los Angeles gefordert, Trump von der legendären Show des Fernsehsenders NBC wieder auszuladen.

In anderen Sketchen machte sich Trump unter anderem über sein eigenes Ego lustig. Als US-Präsident leitet er eine Kabinettssitzung, während derer er erfährt, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) besiegt ist. Die Menschen in "Trumps Amerika" hätten es einfach "satt zu gewinnen", wird ihm gesagt. In seinem jüngsten Buch mit dem Titel "Gelähmtes Amerika" schreibt der 69-jährige Multimilliardär, der IS sei zu schlagen - schließlich würden dessen Kämpfer "wahrscheinlich nicht einmal" das Baseball-Stadion der New York Yankees füllen.

AFP

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