"Sie war eine spießige Diktatur“

Bundestagsdebatte artet aus - wegen DDR

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Radfahrer und Autos fahren am Tag der Deutschen Einheit in Potsdam über die Glienicker Brücke, die ein Symbol der Deutschen Teilung war.

Berlin - Eine Bundestagsdebatte zum Stand der Deutschen Einheit ist in einen erbitterten Streit um die Einstufung der DDR als "Unrechtsstaat" ausgeartet.

Eine Bundestagsdebatte zum Stand der Deutschen Einheit ist in einen erbitterten Streit um die Einstufung der DDR als „Unrechtsstaat“ ausgeartet. Hintergrund der Kontroverse, an der sich Abgeordnete der Linken mit zahlreichen Zwischenrufen beteiligten, sind die Sondierungsgespräche zwischen Grünen, Linken und der SPD in Thüringen, über die sich die CDU empört. Es sei falsch, „mit den Stasis von gestern über Staatssekretärsposten von morgen zu verhandeln“, sagte der CDU-Abgeordnete Mark Hauptmann aus Thüringen.

Iris Gleicke: "DDR war eine spießige Diktatur“

Die Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Iris Gleicke (SPD), sagte: „Die DDR war eine Diktatur, und übrigens eine ziemlich üble und spießige Diktatur.“ Damit sei die DDR auch ein „Unrechtsstaat“ gewesen, betonte die Sozialdemokratin.

Frage nach "Unrechtsstaat" kam in Thüringen auf

Nach der Landtagswahl von Mitte September ist in Thüringen noch offen, ob die schwarz-rote Koalition unter Ministerpräsidentin Christiane Lieberknecht (CDU) fortgesetzt wird oder eine rot-rot-grüne Regierung unter Bodo Ramelow als erstem linken Ministerpräsidenten gebildet wird. Im Laufe der Sondierungsgespräche ist es zwischen SPD und Linken zu einem Streit über die Frage gekommen, ob die DDR ein „Unrechtsstaat“ war.

dpa

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