Brandanschlag in Nauen: Weitere Verhaftung

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Die Sportstätte war als Notunterkunft für etwa 100 Flüchtlinge geplant. Foto: Julian Stähle/Archiv

Nauen (dpa) - Wegen eines Brandanschlags auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen westlich von Berlin sitzt jetzt ein dritter Verdächtiger in Untersuchungshaft.

Der 26-Jährige wurde bereits am Montag festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Mann habe in seiner Vernehmung zugegeben, an der Brandstiftung in einer Turnhalle Ende August 2015 beteiligt gewesen zu sein. Bereits seit Anfang des Monats befinden sich der 29 Jahre alte NPD-Funktionär Maik Schneider aus Nauen und ein zweiter mutmaßlicher Komplize wegen des Anschlags in Untersuchungshaft.

In der Sporthalle eines Oberstufenzentrums der 17 000-Einwohner-Stadt sollten im vergangenen Jahr 100 Asylbewerber vorübergehend unterkommen. Kurz bevor die ersten von ihnen einziehen konnten, ging die geplante Notunterkunft in Flammen auf. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Es war aber schnell klar, dass es sich um einen Anschlag handelte. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts der Brandstiftung und der Bildung einer kriminellen Vereinigung.

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