Ban lässt Vorwürfen gegen Südsudan-Blauhelme untersuchen

+
In Südsudan sind derzeit rund 13 500 Blauhelmsoldaten stationiert. Foto: Beatrice Mategwa/Unmiss

New York (dpa) - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat eine Untersuchung von schweren Vorwürfen unterlassener Hilfeleistung gegen die UN-Blauhelmtruppen im Südsudan angeordnet.

Den Blauhelmen wird unter anderem vorgeworfen, trotz Hilferufen bei mehreren Fällen von Vergewaltigungen und Massenvergewaltigungen von Zivilpersonen untätig geblieben zu sein. Wegen der Schwere der Vorfälle vom Juli in Juba solle nun eine detaillierte Untersuchung durchgeführt werden, erklärte ein Sprecher Bans am Dienstag (Ortszeit).

In dem ostafrikanischen Krisenstaat sind derzeit rund 13 500 Blauhelmsoldaten stationiert. Der UN-Sicherheitsrat beschloss vergangene Woche, rund 4000 zusätzliche Blauhelme in den Südsudan zu entsenden. Einem Wiederaufflammen der Gewalt in der Hauptstadt Juba im Juli standen die Soldaten scheinbar machtlos gegenüber, rund 300 Menschen wurden innerhalb weniger Tage getötet.

Menschenrechtsorganisationen zufolge waren Soldaten der Regierung auch für zahlreiche Vergewaltigungen verantwortlich. Bei einem Angriff auf einen Wohnkomplex in Juba am 11. Juli sollen Soldaten auch mehrere Mitarbeiter internationaler Organisationen vergewaltigt haben, teils mehrfach, wie Human Rights Watch berichtete. Soldaten der nahen UN-Mission (Unmiss) schritten trotz Hilferufen nicht ein.

Kommentare

Meistgelesen

Merkel erfreut über Van-Der-Bellen-Sieg: „Ansatz ist richtig“
Merkel erfreut über Van-Der-Bellen-Sieg: „Ansatz ist richtig“
Flüchtlings-Satire sorgt für Empörung - Bundespressekonferenz entschuldigt sich
Flüchtlings-Satire sorgt für Empörung - Bundespressekonferenz entschuldigt sich
Renzi kündigt nach klarer Niederlage Rücktritt an
Renzi kündigt nach klarer Niederlage Rücktritt an
Kabarettist Somuncu will Bundeskanzler werden
Kabarettist Somuncu will Bundeskanzler werden
Europol: IS plant neue Anschläge in EU
Europol: IS plant neue Anschläge in EU