Atomverhandlungen mit dem Iran: Entscheidung rückt näher

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US-Außenminister Kerry auf einem Balkon des Palais Coburg in der österreichischen Hauptstadt. Foto: Hans Punz

Der Atom-Poker steuert an diesem Wochenende seinem Höhepunkt zu. Fortschritte ja, Durchbruch nein, sagen die Diplomaten. Wenn es jetzt keinen Deal gibt, wirft der Westen dann das Handtuch?

Wien (dpa) - Bei den Verhandlungen zur Beilegung des Atomstreites mit dem Iran soll es endlich zu einer Entscheidung kommen. Bis spätestens Montag wollen die sieben beteiligten Staaten in Wien einen Durchbruch schaffen.

"Wir haben immer noch schwierige Themen zu lösen", twitterte US-Außenminister John Kerry nach einem Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini und seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif. Ob die Gespräche abgebrochen werden, wenn es keine Einigung gibt, oder nur vertagt, ist derzeit unklar.

Die 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) und der Iran wollen ein Abkommen aushandeln, damit die Islamische Republik die Kernkraft zivil nutzen, aber keine Nuklearwaffe bauen kann. Im Gegenzug sollen Sanktionen gegen den Iran schrittweise fallen. Als strittig galten nach wie vor einige politische Details des Abkommens, etwa wann genau welche Sanktionen aufgehoben werden sollen. Dazu gehört auch die strittige Frage, wie lange UN-Waffenembargos noch in Kraft bleiben sollen. Die Fristen für eine Einigung waren immer wieder verlängert worden.

Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte in Washington, US-Präsident Barack Obama habe die US-Delegation angewiesen, in Wien zu bleiben, solange die Verhandlungen sinnvoll seien. "Aber sollte es klar werden, dass der Iran nicht daran interessiert sein sollte, sich konstruktiv einzubringen, um die offenen Knackpunkte zu lösen, dann sollen sie nach Hause kommen."

Beschluss zur Aufhebung der Sanktionen

Gemeinsamer Aktionsplan 5+1 und Teheran

IAEA zu Irans Atomprogramm

Auswärtiges Amt zum Atomstreit

Video Außenminister Sarif, YouTube

Tweet John Kerry

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