Russland droht mit Lieferstopp

Kein Gas für Ukraine-Unterstützer

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Der russische Energieminister Alexander Nowak bei einer Pressekonferenz im Mai nach Verhandlungen mit der Ukraine über Gaslieferungen.

Moskau - Der Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland hat sich erneut verschärft. Der russische Energieminister Alexander Nowak drohte jetzt den Ländern der EU, die die Ukraine mit Gaslieferungen unterstützen.

Vor der neuen Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine über ihren Gasstreit hat der russische Energieminister Alexander Nowak den Ton verschärft. Sollten Länder der Europäischen Union weiterhin russisches Gas an die Ukraine liefern, drohte er mit Lieferunterbrechungen: "Die geschlossenen Verträge sehen keinen Re-Export vor. Wir hoffen, dass unsere europäischen Partner sich an die getroffenen Vereinbarungen halten. Nur das kann die unterbrechungsfreien Lieferungen an europäische Verbraucher garantieren", sagte Nowak dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe).

Russland hatte Mitte Juni seine Gaslieferungen an die Ukraine eingestellt. Vorausgegangen war eine Weigerung Kiews, höhere Preise zu akzeptieren. Mehrere EU-Länder leiten daher russisches Gas über "Reverse-Flow"-Mechanismen zur Umkehrung der Fließrichtung in die Ukraine. Dies kritisiert Moskau.

Zur neuen Gesprächsrunde am Freitag in Berlin unter Vermittlung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger sagte Nowak dem "Handelsblatt", sein Land habe "eine Reihe konstruktiver Lösungsvorschläge unterbreitet bezüglich des Gaspreises, der Begleichung der ukrainischen Gasschulden und der künftigen Vorauszahlung". Die Ukraine habe alle abgelehnt.

AFP

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