Frau muss 48 Kilometer gehen

Pfefferspray, Gewalt-Marsch: US-Richter fällt irre Urteile

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Weil sie ihre Taxirechnung nicht bezahlt hat, musste eine 18-Jährige zur Strafe die 48 Kilometer nochmal zu Fuß laufen.

Painesville - Richter Michael Cicconetti aus dem US-Bundesstaat Ohio ist mittlerweile zu einer Berühmtheit geworden. Mit seinen ausgefallenen Urteilen will er die Menschen verbessern.

Der Richter aus Painesville hat mit seinen eigenwilligen Urteilen Aufmerksamkeit auf sich gezogen. So hat er beispielsweise eine Frau dazu verurteilt, 48 Kilometer zu Fuß zurück zu legen. Das war die Strecke, die sie mit dem Taxi nach Hause gefahren ist, ohne am Ende die Rechnung zu bezahlen. Wie die New York Daily Times berichtet, wurde der 18-Jährigen die Wahl gelassen: entweder sie verbringt 60 Tage im Lake County Gefängnis oder sie läuft innerhalb von zwei Tagen 30 Meilen (rund 48 Kilometer) zu Fuß. Außerdem muss sie zusätzlich zu dem Kilometer-Marsch dem Taxifahrer 100 Dollar zahlen und ist für vier Monate auf Bewährung.

Das Urteil ist nicht das einzige, das Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. So hat Richter Cicconetti nach Berichten der New York Daily News einer Frau, nachdem sie einen Mann mit Pfefferspray besprüht hat, die Wahl gelassen entweder selbst mit Pfefferspray besprüht zu werden oder 30 Tage hinter Gitter zu verbringen. Die Frau entschied sich für das Pfefferspray. Was sie allerdings nicht wusste, Richter Cicconetti wollte ihr lediglich Angst machen und sie wurde nur mit Salzwasser besprüht. Darufhin erklärte Ciconetti er würde niemals etwa Illegales tun, zitiert ihn das Nachrichtenportal newser.com.

Urteile zeigen Erfolg

Einen betrunkenen Autofahrer schickte er sogar einmal in eine Leichenhalle. Richter Cicconetti wollte, dass der junge Mann sich dort die Opfer eines Unfalls ansieht. einen anderen Mann, der zu laut Musik hörte, schickte er für einige Stunden in einen stillen Wald.

Die Urteile mögen für uns Europäer komisch klingen, doch mittlerweile wird bereits an mehreren US-Gerichten diese Form von Strafe durchgeführt, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Und Richter Michael Cicconetti ist überzeugt von seinem System. Schließlich würde er 90% der Verurteilten nicht wieder sehen, das sei eine bessere Quote als von den Verurteilten, die ins Gefängnis wandern würden, schreibt die Nachrichtenseite newser.com.

mt

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