Wut und Beleidigungen

Türkische Papst-Dolmetscherin wird angefeindet

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Papst Franziskus bei seinem Besuch in der Türkei.

Izmir - Weil sie fließend Italienisch spricht, durfte die türkische Schauspielerin beim Papstbesuch in der Türkei dolmetschen. Jetzt wird sie im Netz angefeindet.

Die türkische Schauspielerin Serra Yilmaz wird nach eigenen Angaben im Internet beleidigt, weil sie beim Türkei-Besuch von Papst Franziskus Ende November als Dolmetscherin gearbeitet hat. "Mir wird vorgeworfen, dass ich eine Christin bin, nur weil ich als Dolmetscherin für den Papst gearbeitet habe", sagte Yilmaz laut einem Bericht der Zeitung "Milliyet" vom Donnerstag bei einem Treffen mit Studenten in Izmir. Sie habe sich noch andere "gegenstandslose Behauptungen" gefallen lassen müssen und sei in Sozialnetzwerken beleidigt worden.

Die 60-jährige Filmschauspielerin spricht fließend Italienisch und Französisch und hat schon öfter als Dolmetscherin für italienische Staatsgäste in der Türkei gearbeitet. Sie hatte auch schon beim Türkei-Besuch von Franziskus' Vorgänger Benedikt XVI. im Jahr 2006 übersetzt.

Vor zwei Jahren zog Yilmaz schon einmal den Zorn konservativer Muslime in der Türkei auf sich, als sie gesagt hatte, dass sie Angst vor Mädchen mit Kopftüchern habe, weil sie aussähen wie "Monster".

AFP

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