Insgesamt mindestens vier Tote

Kältewelle in Syrien: Neugeborenes erfriert

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Ein syrischer Schäfer führt seine Herde durch die verschneiten Straßen von Aleppo. Syrien wird derzeit von einer schrecklichen Kältewelle heimgesucht.

Aleppo - Syrien wird von einer Kältewelle heimgesucht. Aktivisten haben nun berichtet, dass mindestens vier Menschen erfroren sind - darunter auch ein neugeborenes Mädchen.

Mindestens vier Menschen sind nach Angaben von Aktivisten binnen 24 Stunden durch eine Kältewelle in Syrien ums Leben gekommen. Ein neugeborenes Mädchen sei am Sonntag im Viertel Firdous in Aleppo wegen der "extremen Kälte" gestorben, teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. In einem anderen Viertel der nordsyrischen Stadt sei ein älterer Mann in einer unbeheizten Wohnung wegen der seit Wochen anhaltenden Kälte ums Leben gekommen. Im Großraum Damaskus fielen demnach am Samstag zwei weitere kleine Mädchen der Kälte zum Opfer.

Alle Todesfälle ereigneten sich der Beobachtungsstelle zufolge in Stadtvierteln, die von Aufständischen kontrolliert werden. In den Rebellengebieten in Syrien fehle es an Wohnungen, Nahrung und medizinischer Versorgung. Ein weitere Todesfall ereignete sich nach Angaben der Aktivisten in dem von der syrischen Armee belagerten Jarmuk im Süden von Damaskus. Bereits am Mittwoch seien außerdem im benachbarten Libanon zwei syrische Flüchtlinge erfroren.

Die Angaben der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, die in Syrien über ein dichtes Netz von Informanten vor Ort verfügt, können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden. Nach Angaben der Aktivisten wurden seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im März 2011 bereits mehr als 200.000 Menschen getötet.

AFP

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