Hätten Sie's erraten?

Das sind die beliebtesten Vornamen 2014

Krefeld - Eltern sind 2014 standhaft geblieben: Sie tauften ihre Kinder genauso wie auch schon im Vorjahr. Dennoch lässt sich ein Phänomen erkennen.

Maximilian und Marie sind die Spitzenreiter unter den Vornamen für Neugeborene in 2014 in Deutschland. Das fand die Internetseite www.namen-namensbedeutung.de heraus.

Damit gewinnen bei den Jungen und den Mädchen die Champions aus dem Vorjahr. Auf den Plätzen zwei und drei landen Sophie und Maria bei den Mädchen. Bei den Jungen sind es Alexander und Paul.

Die Eltern in Deutschland bleiben standhaft: Nicht nur, dass die Top-3 bei beiden Geschlechtern unverändert sind. Mittlerweile heißt jedes zehnte neugeborene Mädchen Marie oder Sophie.

Jungen

Anteil aller

Jungennamen

Top 10

aus 2013

Mädchen

Anteil aller

Mädchennamen

Top 10 aus 2013

1 Maximilian 2,9% 1 Marie 4,7% 1
2 Alexander 2,6% 2 Sophie 4,3% 2
3 Paul 2,3% 3 Maria 2,6% 3
4 Elias 2,0% 5 Emilia 2,0% 4
5 Noah 1,8% 8 Emma 2,0% 6
6 Felix 1,6% 6 Anna 1,9% 5
7 Jonas 1,5% 12 Mia 1,9% 8
8 Leon 1,5% 7 Sophia 1,8% 7
9 Ben 1,5% 9 Johanna 1,6% 9
10 David 1,3% 4 Charlotte 1,5% 10

Emporkömmlinge in diesem Jahr sind Philipp auf Rang 21 und Samuel auf Rang 25. Bei den Mädchen ist Lena die Aufsteigerin in 2014 und belegt den elften Platz (nach Patz 18 im Vorjahr). Und auch Lea und Amelie sichern sich als Neueinsteiger einen Platz unter den ersten 20. Elisabeth, die Wiederentdeckung aus 2013, verliert an Schwung. Sie rutscht von dem 13. Platz auf Rang 17. Der Vorname Elisabeth war zuletzt im Jahr 1930 sehr beliebt.

In Berlin sind Charlotte (Platz 4) und Anton (Platz 5) deutlich beliebter als im übrigen Deutschland.

Phänomen: Fällt den Eltern nichts mehr ein?

Wollten Eltern keine Fehler machen? Oder fällt ihnen nichts mehr ein? Das werden sich wohl die vielen Maries, Sophies und Maximilians fragen, wenn sie sich später in der Schule treffen.

Interessante Frage, finden auch Psychologen, Soziologen und weitere Gelehrte. Die Fakten aber sagen: Unter den Top-10 der Jungen findet ist nur der Name Jonas neu - bei den Mädchen taucht sogar kein neuer auf. Ein Phänomen: Der Trend zur Individualisierung und die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung nehmen immer weiter zu. Aber bei der Wahl des Vornamens macht sich das nicht bemerkbar - die Eltern setzen auf Altbekanntes.

Schon jetzt vereinen die beliebtesten zehn Mädchennamen und 14 Jungennamen bei den Neugeborenen in 2014 jeweils über 25% aller vergebenen Namen ihres Geschlechts auf sich.

Namen aus der Bibel immer noch beliebt

Vornamen, die in der Bibel an bedeutenden Stellen Erwähnung finden, werden immer häufiger vergeben. So sind allein mit David, Elias, Noah und Jonas vier bedeutende biblische Namen unter den Top-10 der Jungennamen in Deutschland. Bei den Mädchen schaffen es Maria, die Mutter von Jesus Christus, und Anna, die Großmutter von Jesus Christus, auf den dritten bzw. sechsten Platz.

Bei den Trendnamen 2014 sind typische Quellen des sprachlichen Ursprungs von Vornamen vertreten: Der aus dem Altgriechischen stammende Name Sophie (die Weisheit), der aus dem Lateinischen abgeleitete Paul (der Kleine), der aus dem Hebräischen hervorgegangene Elias (Mein Gott ist Jahwe) und die althochdeutsche Emma (die Große) sind vorne vertreten.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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