"Snowzilla"

Schneesturm in den USA: Mindestens 25 Tote

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Wegen des Blizzards wurde in vielen Regionen der Notstand ausgerufen. 

Washington - Einer der bisher schwersten Schneestürme hat weite Teile des Osten der USA lahmgelegt und mehr als ein Dutzend Menschen das Leben gekostet.

Es gab Hunderte Verkehrsunfälle, Autofahrer strandeten auf den Straßen, selbst auf vielen Flughäfen ging nichts mehr. Mehr als 220.000 Menschen waren laut CNN zeitweise ohne Strom. In weiten Teilen der Region schneite es ununterbrochen, etwa in der Bundeshauptstadt Washington. Besonders heftig traf es auch New York.

Elf Bundesstaaten von Georgia bis New York sowie die Stadt Washington hatten wegen des Blizzards den Notstand ausgerufen, um leichter an staatliche Gelder und Unterstützung zu kommen. Rund 2200 Mitglieder der Nationalgarde waren im Einsatz.

Nach jüngsten Angaben kamen mindestens 25 Menschen am Wochenende ums Leben. In New York starben nach Polizeiangaben offenbar drei Menschen durch Herzversagen beim Schneeschippen. In der Stadt wurden bis Sonntag bis zu 75 Zentimeter Schnee erwartet.

Gouverneur Andrew Cuomo untersagte dort ab dem frühen Nachmittag (Ortszeit) alle Autofahrten in New York City, Long Island sowie auf Brücken und in Tunneln von und nach New Jersey. Die Polizei postierte sich an Kontrollpunkten und nahm Fahrer fest, die sich der Anordnung widersetzten. Allein in New York City kam es zu mehr als 300 Unfällen.

Auch der Zugverkehr in und um die Stadt sowie der U-Bahn-Verkehr auf oberirdischen Gleisen und der öffentliche Busverkehr wurden komplett eingestellt. Die Züge seien vereist und blieben liegen, teilte Cuomos Büro mit. Unterirdisch fuhr die U-Bahn mit eingeschränktem Fahrplan weiter.

Auch die Kulturwelt zog Konsequenzen: Alle Nachmittags- und Abendvorstellungen am Broadway am Samstag wurden abgesagt. Die Sicherheit der Theaterbesucher und -mitarbeiter stehe an erster Stelle, teilte die Broadway League mit. Die für Sonntag geplanten Vorstellungen sollten wie geplant stattfinden. Rockmusiker Bruce Springsteen verschob ein für Sonntag geplantes Konzert in der Stadt.

Eisiger Schneesturm legt Osten der USA lahm

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Die Menschen in den betroffenen Staaten waren angehalten, die Straßen zu meiden. Auf den winterlichen Straßen brach vielerorts der Verkehr zusammen. Rund 1000 Unfälle meldete die Polizei allein in Virginia, wie CNN berichtete. Ein Mensch kam dort ums Leben. Sieben weitere Tote gab es in den Bundesstaaten Kentucky und North Carolina.

In Fort Washington in Maryland starb ein 60 Jahre alter Mann beim Schneeschippen an einem Herzinfarkt, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Kurz zuvor hatten die örtlichen Rettungskräfte Menschen mit Herzproblemen dazu aufgerufen, nicht Schnee zu schippen.

In Teilen von Delaware, Kentucky, Maryland, North Carolina, New Jersey, Pennsylvania, Tennessee, Virginia und West Virgina wurden Schneehöhen von mehr als 30 Zentimetern gemessen, wie der US-Wetterdienst National Weather Service mitteilte. Viele Gebiete bekamen noch deutlich mehr Schnee ab - etwa in Teilen West Virginias, wo mehr als 100 Zentimeter fielen.

Allein am Samstag wurden nach Zählung der Website Flightaware.com fast 5000 Flüge gestrichen. Vizepräsident Joe Biden und Verteidigungsminister Ashton Carter hatten Schwierigkeiten, von Auslandsreisen über den Atlantik nach Washington zurückzukehren. Bidens Flieger musste stattdessen in Miami landen, Carters in Tampa (beides Florida).

Die Schneefront hatte sich am Freitag von Georgia über Kentucky und North Carolina nordwärts ausgebreitet, in zahlreichen Gebieten musste sich die Bevölkerung auf 36 Stunden ununterbrochenen Schneewirbel einstellen.

Wintersturm sucht Osten der USA heim

dpa

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