Lange Haftstrafen im Prozess um Gruppenvergewaltigung

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Vor dem Tübinger Landgericht müssen sich vier junge Männer wegen einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung verantworten. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Tübingen (dpa) - Wegen der Vergewaltigung einer jungen Frau in Tübingen sind vier angeklagte junge Männer zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

Das Tübinger Landgericht sah es als erwiesen an, dass die zur Tatzeit 19 bis 23 Jahre alten Männer die 24-Jährige Ende März von einer Party auf einen dunklen Schulhof gelockt und dann gemeinsam vergewaltigt haben. Wie das gesamte Verfahren wurde auch das Urteil hinter verschlossenen Türen verkündet.

Bei den heranwachsenden Angeklagten urteilte das Gericht nach Jugendstrafrecht. Zwei der Täter müssen 7 Jahre ins Gefängnis, der dritte noch 6 Monate länger, der vierte ein halbes Jahr kürzer. Die Höchststrafe für Vergewaltigung liegt im Jugendstrafrecht bei zehn Jahren Haft. Angaben zu den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigern machte das Landgericht zunächst nicht.

Der Richter hatte zum Prozessauftakt Mitte Oktober die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Staatsanwaltschaft und Nebenklägerin hatten entsprechende Anträge gestellt - um den Tätern keine öffentliche Bühne zu bieten und das Opfer zu schützen.

Gefunden hatten die Ermittler die vier Vergewaltiger rund vier Wochen nach der Tat. Am Tatort gesicherte genetische Spuren hatten die Fahnder zu einem der nun Verurteilten geführt.

Pressemitteilung Staatsanwaltschaft Tübingen

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