Aus dem Sarg gestohlen

Leichenfledderer zu Geldstrafe verurteilt

Gießen - Weil er die Taschen nicht voll genug bekommen konnte und sogar die Toten bestohlen hat, wurde ein Mitarbeiter einer Bestattungsfirma am Freitag verurteilt.

Weil er aus Särgen Schmuck gestohlen hat, ist der Mitarbeiter eines Bestattungsinstituts zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Gießen sprach den Mann am Freitag wegen Unterschlagung und Diebstahls schuldig. Er habe seine besondere Stellung und das Vertrauen der Angehörigen ihm gegenüber missbraucht, begründete das Gericht nach Angaben eines Sprechers die Entscheidung. Der Mann, der offenbar psychische Probleme hat, räumte demnach die Vorwürfe ein. Er wolle sich nun in Behandlung begeben.

Der Bestatter hatte eine Kette, einen Ring, ein Gebetsbuch und ein Kreuz im Wert von insgesamt 300 bis 500 Euro eingesteckt. Tatorte waren das Bestattungsinstitut und das Krematorium. Die Gegenstände habe er behalten und seiner Sammlung aus Rosenkränzen hinzugefügt, berichtete der Sprecher. Die Geldstrafe beträgt 150 Tagessätze zu 15 Euro, also 2250 Euro. Die Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten dem Gerichtssprecher zufolge jeweils nur 90 Tagessätze gefordert.

dpa

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