"Ein Held"

Lebenshilfe-Gründer Tom Mutters gestorben

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Der Gründer und Ehrenvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe, Tom Mutters, bei der 50-Jahr-Feier der Organisation in Marburg (Hessen) im Jahr 2008.

Marburg - Der Gründer und Ehrenvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe, Tom Mutters, ist im Alter von 99 Jahren in Marburg gestorben.

Das teilte die Organisation am Dienstag mit. Der gebürtig Niederländer hatte die Selbsthilfeorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien im Jahr 1958 in Marburg gegründet, zusammen mit Fachleuten und Eltern. Mutters habe zudem maßgeblichen Anteil an der Gründung der ZDF-Fernsehlotterie „Aktion Sorgenkinde“, die heute „Aktion Mensch“ heißt.

Die Lebenshilfe-Bundesvorsitzende und Vizepräsidentin des Bundestages, Ulla Schmidt (SPD), nannte Mutters der Mitteilung zufolge einen Helden. Er habe nach der Verfolgung behinderter Menschen in der NS-Zeit Familien dazu gebracht, „ihre geistig behinderten Kinder nicht mehr zu verstecken“. Die Lebenshilfe hat nach eigenen Angaben deutschlandweit heute rund 130 000 Mitglieder.

dpa

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