Kölns kreative Seite

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Kreativschaffende und Kunstinteressierte finden in Köln geeignete Plattformen, um sich zu entfalten und neue Eindrücke zu sammeln.

Als größte Stadt in NRW verfügt Köln über eins der breitesten Angebote in Sachen Kreativität und Design. Wer auf der Suche nach etwas ganz Besonderem ist, ist hier definitiv an der richtigen Adresse.

Egal, ob für Kreativschaffende, Design-, Kunst- oder Filminteressierte, alle finden hier das richtige Umfeld, um zu experimentieren, sich weiterzuentwickeln oder Neues zu entdecken. Eine der größten Anlaufstellen sind hierbei in erster Linie die Messen in Köln.

Die besten Anlaufstellen für Designer und Designinteressierte

Mit über 1000 Ausstellern und ca. 80.000 Besuchern gilt die internationale Einrichtungsmesse, imm cologne, als die wichtigste Messe für die Einrichtungsbranche. Sie findet immer zu Anfang eines jeden Jahres in Köln statt. Besucher finden hier exklusive Wohnideen: von einzelnen Möbelstücken in den verschiedensten Stilen bis zu ganzheitlichen Wohnkonzepten. Die Hallen sind dabei thematisch unterteilt. Beispielsweise beheimatet Impressionen Comfort alles was bequem und praktikabel ist, wie Sofas und Sessel. Pure Editions legt den Schwerpunkt auf visionäre Möbel und Einrichtungsgegenstände. Und Pure Talents zeigt die Werke von Nachwuchsdesignern. Zusätzlich werden hier die Gewinner des jährlichen, internationalen Nachwuchswettbewerbs präsentiert. Die Messe ist daher nicht nur ideal, um Neuheiten kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, sondern auch seine eigenen Ideen zu präsentieren. 

Als deutlich kleinere Messe, mit nur etwa 130 Ausstellern, ist der Kölner Creativ Sommer eine Plattform für Kreativschaffende, die kleinere Handarbeiten durchführen. Diese Messe findet jährlich im Sommer statt. Hier finden sich selbstgefertigter Designerschmuck, Leder- und Stoffwaren, Accessoires und Bastelarbeiten. 

Aber nicht nur auf Messen lassen sich Neuheiten und „besondere Schätze“ entdecken oder präsentieren. Parallel zur imm Cologne findet jedes Jahr im Januar die, laut köln.de, größte Designveranstaltung Deutschlands statt. Bei freiem Eintritt können in der Kölner Innenstadt, im Belgischen Viertel, in Ehrenfeld und noch weiteren Standorten verschieden Veranstaltungen und Vernissagen nationaler und internationaler Designer besucht und erlebt werden. Die Designerveranstaltung, Passagen oder auch Interior Design Week Köln, erstreckt sich über eine ganze Woche. Insgesamt gibt es etwa 200 Ausstellungen. Zu den Ausstellern gehören nationale und internationale Hersteller, Einrichtungshäuser, Designbüros, Showrooms und Hochschulen. 

Wohndesign und Kreative Ideen – in den Ausstellungshallen des Messegeländes, den Showrooms und Galerien lassen sich Eindrücke und Lebensgefühle für einen Moment festhalten.

Innerhalb der Veranstaltungswoche ergibt sich auch die Möglichkeit, sich mit anderen Kreativschaffenden zusammenzutun und gemeinsame Projekte zu organisieren. So sind die Passagen der richtige Ort sich auszuprobieren und bekanntzumachen. Interessant ist auch zu sehen, wie das Leben eines jungen Designers ausschaut. In einem Interview mit einem Produktdesigner wird ersichtlich, dass oftmals auch Prioritäten gesetzt werden müssen, ob einem das Designen an sich, oder die Vermarktung wichtiger ist. Es geht auch daraus hervor, das Köln definitiv als geeigneter Standort für Designer und Kreativschaffende angesehen werden kann.

Die besten Anlaufstellen für Künstler und Kunstinteressierte

In Köln gibt es die weltweit älteste Kunstmesse, die ART COLOGNE. Die Ursprünge reichen bis in das Jahr 1967 zurück. Jedes Jahr präsentieren hier etwa 200 nationale und internationale Galerien ihre Kunstwerke. Die Ziele sind den Kreis an Kunstinteressierten zu erweitern und auch junge Leute an die Kunst heranzuführen und ein repräsentatives Bild der Galerienlandschaft zu geben. Es werden jedoch nur Aussteller zugelassen, die moderne und zeitgenössische Kunst darbieten. Die ART COLOGNE ist gut, um sich über den aktuellen Stand der zeitgenössischen Kunst zu informieren. Sie beeinflusst auch in einem wesentlichen Maße den stattfindenden Kunsthandel. 

Als weitere Messen in Köln gibt es noch die ART.FAIR 21 und die Cologne Fine Art. Die ART.FAIR findet immer im Herbst eines jeden Jahres statt. Hier findet sich aktuelle und moderne Kunst. Für Sammler und Kunstliebhaber gibt es die Möglichkeit junge, aussichtsreiche Künstler kennenzulernen. Neben Pop-Art, Streetart, urbane Kunst, zeitgenössischer Malerei, Fotografie und Skulpturen werden auch lebendigere Kunstprojekte gezeigt, wie beispielsweise 2015 die Modenschau „Best of Embre Tamer“, bei der progressive, experimentelle Mode vorgeführt wurde. Zusätzlich ist noch ein weiteres Konzept in die ART.FAIR integriert: die BLOOM. 

Die Kunstmesse BLOOM ist noch ein recht neues Konzept. Sie verbindet Kunst, Design, Fashion, Game Design, Street Art und Fotografie und gilt damit als eine der weltweit ersten konvergenten Kunstmessen. Auch hier finden sich überwiegend junge Künstler. Mit jährlich 35.000 Besuchern, zeigt sich die große Beliebtheit der Messe. 

Bei der Cologne Fine Art handelt es sich um eine Messe, die sich „guter Kunst“ mit hoher Qualität verschrieben hat. Der Fokus liegt hierbei auf einem Überblick über die Zeitepochen der Kunst- und Designgeschichte bis ins 20. Jahrhundert. Sie bewegt sich Flächenmäßig und Anhand der Ausstelleranzahl in einer ähnlichen Größenordnung wie die ART.FAIR. Als ein förderndes Projekt gibt es hier das „Young Dealers“ speziell für junge Künstler. Dadurch wird es diesen ermöglicht auf der Messe eine geeignete Plattform zu finden und einen Einstieg in den Kunsthandel zu finden. So haben auch Kunsthändler und Galeristen, die erst wenige Jahre auf dem Markt sind eine Chance, durch ermäßigte Kosten, an Ausstellungen teilzunehmen. 

Eine weitere beliebte Anlaufstelle für junge Künstler, aber auch Kunstinteressierte, ist die artothek. In der artothek wird junge Kunst vermittelt - von Kölner aber auch von internationalen Künstlern. Jedoch gibt es hier Mindestvoraussetzungen, um zur Ausstellung zugelassen zu werden. Es muss ein Studienabschluss an einer Kunstakademie oder Kunsthochschule vorliegen und eine drei- oder mehrjährige Ausstellungspraxis in Galerien, Vereinen oder Museen nachgewiesen werden. Für Kunstliebhaber, die etwas Abwechslung in ihrer Wohnung möchten, ist die artothek ebenfalls eine optimale Anlaufstelle. Die Kunstwerke der Aussteller können ausgeliehen und für zehn Wochen mit nach Hause genommen werden. Das Spektrum an Kunstwerken, die es zu sehen gibt, reicht von Malerei und Fotografie bis hin zu Skulptur-Kunst und Videoinstallationen. 

Bei lokalen Filmdrehs wird die Stadt noch einmal völlig anders wahrgenommen

Da die Ausstellungspraxis häufig eine Grundvoraussetzung für eine Weiterentwicklung in der Kunstbranche ist, sollte in erster Zeit die Möglichkeit genutzt werden, eigene Kunstwerke in Vereinen, einer eigenen Galerie oder einer Gemeinschaftsgalerie auszustellen. Wer einen Blick in die bereits bestehenden Galerien werfen möchte, kann dies am einfachsten in der Kölner Südstadt und um den Rudolfplatz machen, wo die Galeriendichte recht hoch ist. Dies lohnt sich für angehende Galeristen, aber genauso für Kunstinteressierte, die abseits der großen Messen und Ausstellungen einen Eindruck des lokal vorhandenen Kunstmarkts erhalten möchten.

Die besten Anlaufstellen für Filmemacher und Filminteressierte

Köln gilt als Filmstadt. In der gesamten Stadt gibt es täglich zwei bis fünf Drehs, die vom Ordnungsamt genehmigt werden. Zusätzlich verfügt die Stadt mit MMC Studios Köln über einer der größten Studiolandschaften in Europa. Insgesamt gibt es 19 Studios die zum MMC gehören. Neben Daily Soaps wie beispielsweise „Unter uns“ oder Serienformaten wie „Deutschland sucht den Superstar“, werden dort auch nationale und internationale Filme für Kino und Fernsehen produziert. Für Interessierte, die hinter die Kulissen einer Filmproduktion schauen möchten, werden verschiedene Führungen angeboten. Für Laien, die Filmerfahrung sammeln möchten, gibt es zudem die Möglichkeit an Filmworkshops teilzunehmen, bei denen gemeinsam ein Drehbuch verfasst und filmisch umgesetzt wird. 

Filmemacher, die eine Herausforderung suchen, können sich an einem der vielen Wettbewerbe für Filme oder Kurzfilme beteiligen. Eine Förderung der lokalen Film- und Medienkultur in Köln wird durch Veedelsfilm realisiert. Es gibt hier unter anderem Schulungen, Workshops und die Förderung von Eigenproduktionen. Besonders reizvoll ist hierbei, dass die Aufnahmen in den Vierteln von Köln stattfinden und immer wieder neue Perspektiven der Stadt aufzeigen. Zudem gibt es viele Möglichkeiten Kontakte zu potentiellen Partnern und Kollegen zu knüpfen. Die Eigenproduktionen werden im Anschluss auf einem der Veedelsfilm-Festivals präsentiert. Dies stellt auch für mehr konsumorientierte Filminteressierte eine interessante Veranstaltung dar, auch mal Filme abseits des Mainstreams zu genießen. 

Für Studierende aus dem Bereich Film, Regie, Videoproduktion und Mediengestaltung besteht die Möglichkeit sich bei der Kunsthochschule für Medien Köln für den Wettbewerb „kurzundschön“ zu bewerben. Dies ist für verschiedene Kategorein wie beispielsweise Spielfilm, Experimentalfilm, Animation oder Werbefilm möglich. Über die Kunsthochschule ist es auch möglich an Filmfestivals anderer Städte teilzunehmen. Wer sich lieber erstmal Anregungen holen möchte, sollte die zahlreichen Filmfestivals in Köln im Blick halten. Immer wieder gibt es die Möglichkeit an verschiedenen Standorten, wie kleineren Kinos oder an der Kunsthochschule, die Vielfalt der Filmwelt zu entdecken.

Quelle: Solinger Tageblatt

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