Wann war wo Mitternacht?

So wurde der Jahreswechsel weltweit gefeiert

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In Australien ist schon 2015: Am Opernhaus von Sydney wurde das neue Jahr mit einem traditionellen frühen Feuerwerk begrüßt.

Berlin - Lange bevor in Deutschland um Mitternacht die Feuerwerksraketen in den Himmel geschossen werden, beginnt das Jahr 2015 im Zentralpazifik - und zwar 13 Stunden vorher. Wann ist wo auf der Welt Mitternacht? Ein Überblick.

Als erste auf dem Globus können die Bewohner von Samoa und den Line-Inseln (Kiribati) das neue Jahr begrüßen. Ein Überblick:

Als erste feierten die Menschen auf den LINE-INSELN und SAMOA  mehr als 15 000 Kilometer östlich von Deutschland das neue Jahr bei sommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad. In NEUSEELAND waren die Neujahrsfeierlichkeiten von Regengüssen getrübt worden. Dennoch strömten viele Menschen zu den Stränden, wo sie um 12.00 Uhr MEZ mit Feuerwerken und Konzerten das neue Jahr willkommen hießen.

In Sydney, der Metropole AUSTRALIENS, waren um Mitternacht (14.00 Uhr MEZ) mehr als eine Million Menschen live dabei, als das Riesenfeuerwerk vor der malerischen Kulisse an Oper und Hafenbecken gezündet wurde. Touristen und Anwohner hatten sich bereits Tage zuvor Plätze für das Spektakel gesichert.

CHINAS Hauptstadt begrüßte das neue Jahr mit einer großen Fernsehgala zur Bewerbung Pekings um die Olympischen Winterspiele 2022. Höhepunkt der Veranstaltung am „Vogelnest“ genannten Olympiastadion von 2008 waren kurz vor Mitternacht Ortszeit Auftritte von Starpianist Lang Lang und mehreren Olympiasiegern. Eigentlich feiert China nicht Silvester, da dort das neue Jahr nach dem Mondkalender erst am 19. Februar begrüßt wird. Hingegen gab es in der früheren britischen Kronkolonie Hongkong, die seit 1997 als Sonderverwaltungsregion zu China gehört, ein großes Feuerwerk.

So feiert die Welt Silvester

So feierte die Welt Silvester 2014

Zeitgleich mit China rutschen die Menschen auf den PHILIPPINEN ins neue Jahr - über Manila erhellte ein riesiges Feuerwerk den Himmel. Ähnlich erleuchtet war es dann auch über SINGAPUR.

Bei Tanzmusik und einem bunten Feuerwerk über dem weltberühmten Moskauer Kreml in RUSSLAND begrüßten rund 250 000 Menschen das neue Jahr. Auf dem Roten Platz läuteten Glocken das neue Jahr ein. Bei leichtem Schneefall und gut minus acht Grad Celsius schlenderten Familien mit Kindern über die Hauptstraße Twerskaja Uliza im Zentrum der Millionenmetropole, andere tanzten vor Musikbühnen. An Straßenständen wurden Sekt und Häppchen verkauft. Zwischen Ostsee und Pazifik nahmen nach Angaben des Innenministeriums mehr als fünf Millionen Menschen an insgesamt knapp 9000 öffentlichen Neujahrsfeiern teil. Mehr als 62 000 Sicherheitskräfte taten Dienst.

In BERLIN zählten die Feiernden die letzten Sekunden bis Mitternacht zusammen herunter und lagen sich dann mit Bechern voll Sekt in den Armen. Stargeiger David Garrett spielte zum Jahreswechsel, Mezzosopranistin Katherine Jenkins sang Beethovens „Ode an die Freude“. Dazu erhellten rund 6000 Raketen minutenlang den Nachthimmel. Anschließend sprang David Hasselhoff auf die Bühne und sang „Looking for Freedom“. Die Berliner Silvesterfeier zählt zu den größten Freiluft-Partys der Welt. Schon weit vor Mitternacht waren die Eingänge wegen des großen Besucherandrangs gesperrt worden. Bei Unfällen mit Silvesterknallern kam in Schleswig-Holstein und in Sachsen je ein Mensch ums Leben.

In FRANKREICHS Hauptstadt Paris staunten Hunderttausende über ein nicht angekündigtes, aber spektakuläres Feuerwerk auf dem Triumphbogen (Arc de Triomphe).

In NEW YORK begrüßten etwa eine Million Menschen mit großem Jubel, Konfetti und ausgelassenem Gesang das neue Jahr auf dem Times Square. Traditionell wurde um Mitternacht ein leuchtender Kristallball an einem Fahnenmast herabgesenkt. Dann stimmten die Feiernden die Lieder „Auld Lang Syne“ und „New York, New York“ an. Zuvor waren bereits Stars wie Taylor Swift aufgetreten. Trotz eisiger Temperaturen waren viele Menschen schon am Vormittag zum Times Square gekommen, um sich die besten Plätze bei dem auch live im US-Fernsehen übertragenen Spektakel zu sichern. Alkohol und eigenes Feuerwerk waren dabei wie immer nicht erlaubt.

Als letzte feierten Tausende Einwohner und Touristen auf HAWAII. Ein Feuerwerk, das örtliche Hotelketten finanziert hatten, erhellte den berühmten Strand Waikiki.

Tausende Spanier feiern in Madrid Silvester - einen Tag zu früh

Tausende Spanier haben sich am Dienstag zu Mitternacht an der Puerta del Sol versammelt, um das neue Jahr einzuläuten - einen Tag zu früh. Die Menge feierte dennoch ausgelassen, als am Glockenturm der Regionalregierung die Glocken Mitternacht schlugen. Jedes Jahr testet die Stadtverwaltung die Glocken einen Tag vor Silvester, um sicherzugehen, dass sie richtig funktionieren. Seit Jahren kommen immer mehr Menschen, um dem Probelauf beizuwohnen. Viele schluckten gemäß einer spanischen Tradition zwölf Trauben, während sie die Schläge der Glocken zu Mitternacht zählten.

Viele der vorzeitig Feiernden sagten, sie seien gekommen, um dem Andrang am eigentlichen Silvesterabend auf dem Platz im Zentrum der spanischen Hauptstadt zu entgehen. "Morgen würde es unmöglich sein, hierher zu kommen, es würden zu viele Leute da sein", sagte die 33-jährige Fatima Rodriguez de Ahumada, die mit ihrem Mann und ihrer Schwester trotz der Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gekommen war. Silvester würden sie zuhause verbringen und sich das Geschehen auf dem Platz in der Fernsehübertragung anschauen. "Auf diese Weise kriegen wir einen Eindruck, wie es hier morgen ist."

Malaysia sagt wegen Katastrophen Silvesterfeiern ab

Kuala Lumpur - Die Behörden in Malaysia haben die meisten Neujahrsfeiern wegen der Katastrophen der vergangenen zwölf Monate abgesagt. Man habe sich im Hinblick auf die drei Flugzeugunglücke und Überschwemmungen im Osten des Landes gegen die Feiern entschieden, hieß es nach offiziellen Angaben vom Mittwoch. Mit den gut 700.000 Euro für die nationale Party in der Hauptstadt Kuala Lumpur sollten die fast 250.000 Menschen unterstützt werden, die wegen Hochwassers ihre Häuser verlassen mussten, hieß es nach Regierungsangaben.

16 Mal Neujahr auf der Internationalen Raumstation ISS

Gleich 16 Mal können die Astronauten der Internationalen Raumstation ISS auf das neue Jahr anstoßen. Mit einer Geschwindigkeit von gut acht Kilometern pro Sekunde überquere die ISS in der Silvesternacht insgesamt 16 Zeitzonen, berichtete die russische Staatszeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch. Das erste Mal passierten die Astronauten die Datumsgrenze über Neuseeland, zum Abschluss dürften sie sich über dem Pazifik befinden, hieß es.

Sektkorken werden aber nicht knallen, denn Alkohol ist verboten auf der ISS. Stattdessen stößt die Besatzung mit Saft an. Ob sich die Astronauten wirklich 16 Mal zuprosten, blieb jedoch unklar. Im vergangenen Jahr stieß die Besatzung dreimal an. Auf dem Außenposten der Menschheit in gut 400 Kilometern Höhe über der Erde arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und eine Italienerin.

Hier beginnt das neue Jahr (deutsche Zeit):

14.00 Uhr Sydney (Australien); Wladiwostok (Russland)

16.00 Uhr Tokio (Japan); Pjöngjang (Nordkorea)

17.00 Uhr Peking (China); Manila (Philippinen)

18.00 Uhr Bangkok (Thailand); Jakarta (Indonesien)

19.30 Uhr Mumbai (Indien)

20.00 Uhr Islamabad (Pakistan)

20.30 Uhr Kabul (Afghanistan)

21.00 Uhr Maskat (Oman); Dubai

21.30 Uhr Teheran (Iran)

22.00 Uhr Moskau, Bagdad (Irak); Nairobi (Kenia)

23.00 Uhr Durban (Südafrika); Tripolis (Libyen)

01.00 Uhr (1.1.) London (Großbritannien); Lissabon (Portugal)

03.00 Uhr Rio (Brasilien); Montevideo (Uruguay)

04.00 Uhr Buenos Aires (Argentinien)

05.30 Uhr Caracas (Venezuela)

06.00 Uhr New York (New York, USA); Havanna (Kuba)

07.00 Uhr Chicago (Illinois, USA); Managua (Nicaragua)

09.00 Uhr Los Angeles (Kalifornien, USA)

10.00 Uhr Anchorage (Alaska, USA)

11.00 Uhr Honolulu (Hawaii, USA)

dpa/afp

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