Lebenserhaltende Geräte abgestellt

Wie ein Wunder: Hirntote Taylor (14) erwacht aus Koma

Iowa - Die Geschichte von Taylor aus Iowa grenzt an ein Wunder. Nach einem Unfall wurde das Mädchen von Ärzten für hirntot erklärt. Doch als ihre lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet werden, wacht die Komapatientin wieder auf.

Nach einem schweren Unfall im Jahr 2011 lag Taylor, ein 14 Jahre altes Mädchen aus Iowa, im Koma und wurde von den Ärzten für hirntot erklärt. Als die lebenserhaltenden Geräte abgestellt wurden, erlebten die Mediziner ein wahres Wunder: Taylor begann wieder zu atmen - völlig unerwartet und ganz von alleine. Über die unglaubliche Geschichte, die sich bereits vor vier Jahren ereignete, berichtet jetzt NBC News auf ihrer Internetseite.

Es geschah im September 2011: Nach einem High-School-Footballspiel tobte Taylor zusammen mit Freunden herum, als sie mit ihrem Kopf auf die Motorhaube eines Autos prallte und anschließend hart auf dem Bürgersteig aufprallte. Von einer Sekunde auf die andere war die 14-Jährige nicht mehr die fröhliche Cheerleaderin, sondern Patientin auf der Intensivstation des Des Moines Blank Kinderkrankenhauses. Aufgrund ihrer schweren Verletzungen versetzten die Ärzte das Mädchen in ein künstliches Koma, so NBC News. Die Schwellung in Taylors Gehirn wurde von Maschinen überwacht. Eine Woche nach dem Unfall verschlechterte sich ihr Zustand, die 14-Jährige erlitt eine Gehirnblutung.

Hirntot: Ärzte zu 99 Prozent sicher

Einen Tag später die schockierende Nachricht: Taylor wird von den Ärzten für hirntot erklärt. Sie waren sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 bis 99 Prozent sicher, dass das Mädchen nie wieder aufwachen würde, erzählt Taylors Mutter Stacey. "Es tut uns leid, es gibt nichts mehr, dass wir für sie tun können. Sie sollten vielleicht Abschied nehmen", erinnert sich Stacey an die Worte eines Arztes. Zu diesem Zeitpunkt machte sich die Familie bereits Gedanken über die Beerdigung. Die Eltern ließen noch einen Chiropraktiker zu ihrer Tochter, der ihr die Hand auflegte und gemeinsam mit den Angehörigen für Taylor betete. Anschließend wurden die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet.

Wie ein Wunder: Taylor wacht auf

Ein paar Stunden später kamen die Ärzte dann mit einer Nachricht, die wie ein Wunder klingt: "Wir wissen nicht, wie wir es medizinisch erklären sollen, aber sie atmet selbstständig'", erzählt die Mutter. Taylor öffnete die Augen, bewegte Finger und Zehen. Hoffnungen, dass sie jemals wieder würde laufen oder selbst essen könne, hatten die Ärzte allerdings kaum.

Doch auch in diesem Punkt sollte Taylor die Mediziner eines Besseren belehren. In den darauffolgenden Jahren kämpfte sich das Mädchen tapfer zurück ins Leben. Inzwischen ist sie 17 Jahre alt, kann wieder laufen und hat ihren High-School-Abschluss in der Tasche. Kürzlich postete sie auf ihrem Facebook-Profil ein Foto von sich beim Abschlussball.

Keine Erinnerung mehr

Ganz spurlos ist die Geschichte allerdings nicht an Taylor vorbeigegangen. Erinnerungen an den Unfall hat sie nicht, und auch von ihrer Kindheit weiß die junge Frau kaum mehr etwas. Ihre Persönlichkeit hat sich durch die Erlebnisse verändert, sie ist nicht mehr so unbeschwert und munter wie früher, bestätigt auch ihre Mutter.

vh

Rubriklistenbild: © Facebook Taylor

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