Hinterbliebene sollen Unterstützung bekommen

Lufthansa: Bis zu 50.000 Euro Soforthilfe pro Passagier

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Blumen liegen vor einer Gedenktafel in Le Vernet, Frankreich. Foto: Guillaume Horcajuelo

Paris/Düsseldorf - Für finanzielle Soforthilfe an die Hinterbliebenen der Opfer des Germanwings-Absturzes will die Lufthansa sorgen. Für den 17. April ist ein großer Trauergottesdienst im Kölner Dom geplant. In Frankreich geht die Bergung weiter.

Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen sollen die Hinterbliebenen der Opfer finanzielle Soforthilfe bekommen.

Eine Sprecherin der Konzernmutter Lufthansa bestätigte am Freitagabend einen entsprechenden "Tagesspiegel"-Bericht. "Lufthansa zahlt bis zu 50 000 Euro pro Passagier zur Deckung unmittelbarer Ausgaben", zitierte die Zeitung (Samstag) einen Germanwings-Sprecher. Im Kölner Dom soll am 17. April mit einem Gottesdienst und einem staatlichen Trauerakt der Opfer des Flugzeugabsturzes vom vergangenen Dienstag gedacht werden.

Erwartet werden dazu neben Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch Vertreter aus Frankreich, Spanien und anderen Ländern, aus denen die Opfer der Flugkatastrophe stammten. Auch für die Bevölkerung soll es die Möglichkeit geben, an der Trauerfeier im Dom teilzunehmen, wie NRW-Regierungssprecher Thomas Breustedt der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend in Düsseldorf bestätigte. Eine Uhrzeit stehe noch nicht fest.

In der Nähe der Absturzstelle in Frankreich eröffnet Germanwings am Samstag ein Betreuungszentrum für Angehörige. Außerdem soll in den französischen Alpen die Bergungsaktion fortgesetzt werden. Die Suche nach den Opfern war für die Nacht eingestellt worden. Noch immer wird zudem unter Hochdruck nach dem zweiten Flugschreiber gesucht. Er könnte weitere Erkenntnisse zum Geschehen im Cockpit vor dem Absturz liefern.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass der Copilot des abgestürzten Airbus nach Erkenntnissen der Ermittler vor seinem Arbeitgeber Germanwings eine Erkrankung verheimlicht hat. Der 27-Jährige steht im Verdacht, auf Flug 4U 9525 den Piloten aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit 150 Menschen an Bord mit voller Absicht auf Todeskurs gebracht zu haben.

Inzwischen entdeckten die Fahnder bei dem 27-Jährigen zu Hause "zerrissene, aktuelle und auch den Tattag umfassende Krankschreibungen", wie die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Freitag mitteilte. Ein Abschiedsbrief oder ein Bekennerschreiben wurden nicht gefunden.

Ermittler hatten am Donnerstag zwei Wohnungen des Mannes durchsucht, der aus Montabaur bei Koblenz stammte und seit 2013 als Copilot für Germanwings flog. Über die Art der Erkrankung wurde nichts mitgeteilt, die Ermittler hatten aber nach Hinweisen auf ein psychisches Leiden gesucht.

Der Fluggesellschaft Germanwings lag nach eigenen Angaben keine Krankschreibung des Copiloten vor. Das Luftfahrt-Bundesamt bat das Aeromedical-Center der Lufthansa um Akteneinsicht.

Das Universitätsklinikum Düsseldorf bestätigte am Freitag, dass Andreas Lubitz dort Patient war. "Meldungen, wonach Andreas L. wegen Depressionen in unserem Haus in Behandlung gewesen sei, sind jedoch unzutreffend", erklärte eine Sprecherin.

Die deutschen Fluggesellschaften zogen schnell Konsequenzen aus dem Absturz und verschärften mit sofortiger Wirkung ihre Regeln für die Besetzung im Cockpit. Kein Pilot darf sich bis auf weiteres mehr allein dort aufhalten. Weltweit reagierten auch viele andere Airlines.

Germanwings bei Twitter

Lufthansa bei Twitter

Twitter-Liste zum Flugzeugabsturz

Live-Ticker Le Figaro

Live-Ticker La Provence

Statement Airbus

Tweet von Germanwings zu Passagierzahlen

Informationen zum Absturz von Germanwings

Informationen vom Flughafen Düsseldorf

Lufthansa: Sonderflüge nach Marseille

Bericht der "New York Times"

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