Über Stadtwald

Flugzeug verliert Teil der Landeklappe über Frankfurt

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Die Bürgerinitiative Stop-Fluglärm hatte das Flugzeugteil im Frankfurter Stadtwald gefunden.

Frankfurt/Main - Kurz vor der Landung in Frankfurt bricht einem Flugzeug ein Teil der Landeklappe weg, es stürzt in den Stadtwald. Gefunden wird es eine Woche später - ausgerechnet von einem Flughafengegner.

Im Anflug auf den Frankfurter Flughafen hat ein Flugzeug ein Teil einer Landeklappe verloren. Das etwa ein mal vier Meter große und 30 bis 50 Kilogramm schwere Stück stammt vermutlich von einer asiatischen Frachtmaschine und stürzte schon vor einer Woche in den Stadtwald, ohne Schaden anzurichten. Über dem Frankfurter Stadtwald, durch den Straßen und Autobahnen führen, sind aus Osten anfliegende Maschinen in nur wenigen hundert Metern Höhe unterwegs.

Die betroffene Fluggesellschaft selbst habe den Vorfall am 8. Oktober gemeldet, sagte Germout Freitag von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig am Mittwoch. Den Namen der Gesellschaft wollte er nicht nennen. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir reagierte besorgt und forderte zügige Aufklärung.

Eine Sprecherin der asiatischen Gesellschaft Korean Air bestätigte, am 8. Oktober sei eine Frachtmaschine vom Typ 747-400 mit einem Schaden gelandet. Ob es sich bei dem im Wald gefundenen Teil tatsächlich um ein Stück der Maschine handele, müssten die Behörden klären. Die Maschine sei inzwischen repariert und wieder in Korea.

Der Verlust eines sogenannten Flaps sei sehr selten, sagte BFU-Sprecher Freitag. Wie es dazu kommen konnte, werde jetzt in Braunschweig untersucht. Der Pilot müsse nicht unbedingt etwas davon gemerkt haben, die Maschine habe ohne Probleme landen können. In Deutschland sei bisher nur ein anderer Vorfall dieser Art bekannt, der sich 2009 ebenfalls in Frankfurt ereignet habe.

Ein Augenzeuge hatte das herabstürzende Teil gesehen, daraufhin suchte die Polizei in der vergangenen Woche im Wald vergeblich ein Flugzeugteil. Mitglieder der Bürgerinitiative Stop-Fluglärm fanden es schließlich nach eigenen Angaben am Dienstagabend und holten die Polizei, die es sicherstellte. In Braunschweig soll es nun genau unter die Lupe genommen werden.

Zwei Experten der BFU seien unmittelbar nach der Meldung des Vorfalls nach Frankfurt gefahren, hätten die betroffene Maschine untersucht und andere Teile sichergestellt, sagte BFU-Sprecher Freitag. Hinweise auf mangelnde Wartung des Flugzeug gebe es nicht. In sechs bis acht Wochen werde es einen Zwischenbericht mit ersten Ergebnissen geben.

Der Flughafenbetreiber Fraport betonte, die Information über den Vorfall sei nicht verschleppt worden. Die zuständige BFU sei unverzüglich in Kenntnis gesetzt worden.

Verkehrsminister Al-Wazir erklärte in Wiesbaden: „Wir wollen wissen, wie sich ein derart großes Metallteil von einem landenden Flugzeug lösen konnte, welche Schwachstelle es möglicherweise an dem Flugzeug gab und ob die Wartungsarbeiten an dem Flugzeug regelmäßig und vorschriftsmäßig durchgeführt wurden.“

dpa

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