Es sollte 120 Menschen beherbergen

Brandstiftung in geplantem Flüchtlingsheim

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Ob hinter der Brandstiftung fremndenfeindliche Motive stehen, ist noch offen.

Schwäbisch Gmünd - In einer noch nicht fertiggestellten Flüchtlingsunterkunft in Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg hat es in der Nacht zum Freitag gebrannt.

Unbekannte haben an Weihnachten in Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg Feuer in einer noch im Bau befindlichen Flüchtlingsunterkunft gelegt. Verletzt wurde niemand, die Schäden halten sich in Grenzen, weil die Flammen schnell entdeckt wurden. "Es gibt entsprechende Spuren, die im Moment den Schluss zulassen, dass wir von Brandstiftung ausgehen müssen", sagte der Leiter der Kriminalpolizei Aalen, Reiner Möller, am Freitag. Ob es sich um eine politisch motivierte Tat handelt, sei noch unklar.

Eine zufällig vorbeikommende Streife der Bosch-Werksfeuerwehr hatte das Feuer gegen 3.30 Uhr gesehen und sofort mit dem Löschen begonnen, wie Möller weiter sagte. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 20 000 Euro. Die Unterkunft soll vom Frühjahr an bis zu 120 Flüchtlingen eine Bleibe bieten.

Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) verurteilte die "geistige Brandstiftung" scharf. "Dass selbst an Weihnachten eine solche Tat verübt wird, ist erbärmlich", sagte er.

dpa

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